Was genau ist der Kampf am running Sushi?

Es ist gleich ein mehrfacher Kampf.

Einerseits ein innerlicher, einer um die richtige Entscheidung. Was mag ich essen, was ist einfach nur fettig und macht sofort pappsatt, was schmeckt mir überhaupt nicht und was lebt vielleicht noch?

Alsdann ist es ein körperlicher Kampf. Geht noch was rein? Na, ein bisschen geht doch noch. Lieber den Magen verrenkt, als dem Wirt was geschenkt.

Dann ein psychosomatischer. Warum habe ich bloß dem Wirt nichts geschenkt, der mittlerweile recht amüsiert schaut? Wird mir schlecht, ist mir schon schlecht oder war mir schon schlecht?

Und, um noch ein bisschen moralisch zu werden am Schluss, wer bis zum Rand voll gefressen ist, kann nicht verstehen, wie irgendjemand auf der Welt Hunger haben kann.

So ist es wohl in unserer Gesellschaft heute öfters. Die Menschen, denen es gut geht, können sich kaum vorstellen, wie es ist, auf der Flucht zu sein als Flüchtling, ohne Obdach zu leben auf der Straße, Hunger zu haben, jeden Cent dreimal umdrehen zu müssen, um sich etwas kaufen zu können.

Schade eigentlich. Die Welt könnte eine bessere sein, könnten wir uns mehr Dinge vorstellen.

Gehen Sie doch einfach mal zum running Sushi mit ihren Freunden, die dort alle was essen. Und Sie gucken einfach nur zu.

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