Elektroautos im Winter

Elektroautos, so las sich vorhin, können im Winter, wenn die Temperatur niedrig genug ist und gleichzeitig im Innenraum geheizt wird, Einbußen bei der Reichweite von bis zu 40 % haben.

Vielleicht ist das der Grund dafür, dass in manchen Skiorten zwar Ladestationen stehen, aber keine Elektroautos.

Insofern ist die Klimaerwärmung für Elektroautos sicherlich ein willkommenes Geschenk.

Aber mal im Ernst. Beispielsweise die immer noch teuren Teslas haben ja mittlerweile Reichweiten von über 500 km. Wenn diese halbiert wird, ist es auch nicht allzu schlimm, zumal das Aufladen mit den neueren Ladesäulen immer schneller gehen soll. Vielleicht ist ein Elektroauto demnächst in einer Viertelstunde bereits wieder fast voll aufgeladen.

Insofern wird man sich wahrscheinlich ein wenig umstellen müssen, sollte die Elektromobilität tatsächlich die Zukunft sein. Allerdings müssten die Preise wohl auch noch etwas purzeln, im Gegenzug dafür die Reichweiten bei vielen anderen Herstellern etwas steigen.

Kürzlich saß ich in der Ukraine in Lviv in einem Nissan Leaf, der von einem Uber-Fahrer gebraucht gekauft worden war. Nicht das neueste Modell, aber es schaffe nach Aussage des Fahrers etwa 100 km elektrisch. Da es aber unter null Grad war, versuchte er die daraus resultierende geringere Reichweite dadurch zu kompensieren, dass er eben nicht heizte. Es war kalt und die Scheiben beschlugen etwas. Aber ja, die etwa 100 km hat er wohl hinbekommen, vermutlich. Und wir sind ja nur vom Flughafen in die Stadt gefahren, dafür reicht es allemal. Elektrisch, aber kalt. Allerdings nicht sonderlich gemütlich.

Sollten es also die Elektroauto-Hersteller schaffen, die Reichweite zu erhöhen und gleichzeitig die Preise zu senken, dann könnte man wohl in eine rosige Elektro-Zukunft blicken.

Dann klappts wahrscheinlich auch mit dem Elektroauto. Und wenn nicht, haben wir ja noch den Diesel. Auf Langstrecken ist ja nach wie vor unschlagbar.

Achso, einer Sache müsste ich auf Dauer mal noch nachgehen und mich schlau machen. Es gibt ja einige Leute, die vor Elektrosmog Angst haben und elektrische Geräte beispielsweise im Schlafzimmer ausschalten. Ich gehöre zwar nicht dazu, frage mich aber dennoch, wie ist es eigentlich, wenn man im Innenraum des Fahrzeugs zwischen den beiden elektrisch betriebenen Achsen sitzt, in denen ja doch nicht ganz wenig Strom fließt: bekommt man da nicht einiges an Magnetfeld bzw elektromagnetischer Strahlung ab, so als Insasse? Aber das stört ja schon bei den Smartphones niemanden, und die sind ja oft ganz dicht am Ohr. So what.

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin eigentlich ein großer Fan von Teslas beispielsweise. Aber so ein paar offene Fragen habe ich eben doch noch. Die Zukunft des Elektromotors ist womöglich bei Autos doch noch nicht komplett ausgemachte Sache.

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