Memento te hominem esse

Diese lateinische Sentenz, also dieser Sinnspruch, meint: Denke daran, dass du ein Mensch bist.

Diese kleine Weisheit hat es, so wie viele Weisheiten, bei genauerem Hinsehen doch in sich, will sie einem doch klarmachen, dass wir keiner Hybris anheim fallen sollen, in der wir dann glauben, gottgleich zu sein.

Gottgleich sind Menschen schnell einmal: wenn sie meinen, Krieg führen zu dürfen, der ja den Tod von anderen Menschen bedeutet. Wenn sie also meinen, sie dürften über Leben und Tod entscheiden, was aber originär Gottes Recht ist. Der Mensch kann kein Leben erschaffen, er darf auch keines nehmen.

Oder wenn Menschen glauben, sie dürften den Lebensraum der 7,6 Milliarden Menschen, die auf der Erde leben, bedrohen und zerstören, indem sie gewissen Dinge unternehmen, die das Klima ruinieren. Denn auch dies bedeutet Tod auf Raten.

Der Spruch meint aber auch: bedenke, dass du ein Mensch bist – und dass auch du eines Tages sterben wirst. Wenn du dann zurückblickst auf dein Leben, wäre es gut, wenn du sagen könntest: ich habe es gut gelebt.

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