Je suis Greta Thunberg

Nachdem die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg unzählige Schüler in aller Welt dazu aktiviert und motiviert hat, sich aktiv für eine verantwortliche Klimapolitik einzusetzen, die bewirkt, dass wir auch morgen noch auf der Erde leben können, ist sie der Star nicht nur beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos (dort vielleicht nicht so sehr), sondern vor allem bei Schülerinnen und Schülern.

Diese möchten sie gerne unterstützen. Am besten allerdings, völlig uneigennützig, in der Schulzeit.

Dazu noch eine kleine Anmerkung. Das Motiv der Schülerinnen und Schüler ist sicher ein richtiges und gutes, aber warum muss es in der Schulzeit sein? Warum nicht danach, nachmittags vielleicht? Auch dann kann man nämlich demonstrieren gehen.

Die Sache ist nämlich die: die Schule, in welche die Schüler gehen, befähigt sie, ein paar Jahre später ein Studium aufzunehmen und wenige Jahre später wiederum in der Wirtschaft, Politik oder an anderer wichtiger Stelle in Positionen aufzusteigen, in denen sie dann viel mehr erreichen können, als nur zu demonstrieren. Sie sind dann nämlich Entscheidungsträger und können sich dort dann dafür einsetzen, dass das Klima unserer Welt tatsächlich nicht kippt.

Wäre das nicht ein Plan? Und bis dahin einfach ganz normal nach der Schule demonstrieren gehen?

Allerdings ist die Frage, ob sie dann noch so uneigennützig handeln, wenn sie erstmal gut bezahlte Jobs haben. Vielleicht geht es in der jugendlichen Unbefangenheit doch leichter.

5 Comments

  1. Die Frage ist, ob das Anliegen der Schüler genauso wahrgenommen wird, wenn sie von Anfang an ausschließlich nachmittags demonstriert hätten. Jetzt haben sie jede Menge Öffentlichkeit. Ich bezweifle allerdings, dass es irgendjemand von den „Entscheidungsträgern“ zum Nachdenken bringt. Es ist einfach ein riesengroßer Knoten von Geld/Macht und scheinbare Wirtschaftsinteressen. Weltweit.

  2. Ja, mag sein. Während der Schulzeit zu demonstrieren bewirkt natürlich zunächst schon erstmal maximale Aufmerksamkeit, aber dauerhaft dann auch nicht mehr. Auf Dauer könnte man genauso gut zu Demos gehen, die nachmittags sind, glaube ich.

  3. Ich habe einen Artikel in der aktuellen Printausgabe der ZEIT über sie gelesen. Sie ist sich durchaus bewusst, dass sie wieder tief fallen wird bzw. in Kürze wohl wieder vergessen sein wird. Sie schätzt das realistisch ein, dass die Medien immer nur eine kurze Aufmerksamkeitsspanne von ein paar Wochen erzeugen, bis sie sich wieder einem anderen Thema, das eine höhere Leserquote generieren kann, zuwenden. Aber ihr macht das nichts, sagte sie sinngemäß. Sie will trotzdem weiterhin gegen den menschengemachten Klimawandel kämpfen, egal, ob sie nun gerade hip ist oder nicht.

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