Multimillionär Donald Trump und die Haushaltssperre für die einfachen Leute

Dollar, Euro, Geld

Seit Wochen können etwa 800.000 Beamte in den USA entweder nicht mehr arbeiten oder können zwar arbeiten, erhalten aber kein Geld mehr.

Und zwar deswegen, weil der werte Herr Präsident eine 2000 Meilen lange Mauer an der mexikanischen Grenze finanziert haben möchte, die republikanische Mehrheit im Kongress sich aber dagegen sperrt, wenngleich sie auch generell durchaus für eine Grenzsicherung ist. Sie sehen in der Mauer aber nicht diese Art von Sinn und Erfolg, dass dadurch die Grenze tatsächlich nachhaltig gesichert wäre.

Ausbaden tun es also die Beamten, die ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können und die kürzlich erst eine Gehaltsabrechnung in Höhe von 0 $ bekommen haben. Und auch weitere Leute hängen indirekt an dieser Haushaltssperre mit dran, beispielsweise die Mittagsrestaurants, in denen viele Beamten normalerweise essen gehen, oder auch Abendrestaurants und weitere Jobs, für die derzeit ebenso kein Geld mehr zur Verfügung steht, Werkstätten beispielsweise. Kein Geld, kein Umsatz, und übrigens auch kein Konsum. Also nicht die Art von Maßnahme, die die Wirtschaft nachhaltig zum Blühen bringt. Und wenn es dumm läuft, bricht so ein Teil der öffentlichen Verwaltung nach und nach immer stärker zusammen. Am Schluss könnte das Chaos stehen.

Einen Triumph kann Donald Trump allerdings jetzt schon für sich verbuchen, die längste US-Haushaltssperre aller Zeiten nämlich.

Ob der Multimillionär Donald Trump verstehen kann, wie es den sogenannten einfachen Bürgern so ganz ohne Geld geht, also denen, die nicht Millionäre sind wie er? Naja, sie könnten die Zeit ohne Gehalt doch überbrücken, indem sie nach Florida in eines der hübschen Golfresorts fliegen. Machen andere doch auch. Da muss man doch nicht gleich so trüb aus der Wäsche gucken.