Haben Autos mit Wasserstoffantrieb eine Zukunft?

Tesla, Auto

Im Spiegel wurde zu diesem Thema ein Interview geführt mit Gerald Killmann, demjenigen, der für Toyota die Motoren entwickelt.

Er glaubt, dass in den nächsten Jahrzehnten zumindest für LKWs der Wasserstoff als Antrieb interessant werden dürfte, weil man damit eine recht große Reichweite hinbekommt. Das Problem derzeit ist aber, dass es kaum Tankstellen gibt.

Weitere Probleme fallen mir zudem auch noch ein. Z.b. muss man Wasserstoff stark kühlen und kontinuierlich gekühlt halten im Tank, was im Sommer durchaus problematisch sein könnte und natürlich auch massig Energie verbraucht, wenn es draußen 35 oder 40 Grad Celsius hat, im Auto dann vielleicht 50 oder 60.

Zudem ist Wasserstoff hochexplosiv, was auch in Bezug auf die Aufprallsicherheit bei potenziellen Unfällen nicht ganz unerheblich sein dürfte.

Und, wenn ich das richtig in Erinnerung habe von einem Artikel, den ich vor längerer Zeit einmal las, ist es bei Wasserstoff so, dass man einen Tank gar nicht so hermetisch abriegeln kann, dass er voll bliebe. Vielmehr ist es wohl so, dass etwa nach einer Woche der meiste Tankinhalt durch die Dichtungen des Verschlusses hindurch diffundiert und der Tank praktisch leer ist, was ja auch nicht jeder Autobesitzer unbedingt begrüßenswert fände.

Das sind alles Gründe, weshalb Wasserstoff, der im Auto in einer Brennstoffzelle verbrannt wird und dann elektrische Energie liefert, zwar vielleicht tatsächlich irgendwann für LKWs Einsatz finden könnte, für PKWs dürfte er meines Erachtens aber nach wie vor wenig interessant bleiben.

Wenn ich mich nicht täusche, dürften sich tatsächlich die Elektroautos durchsetzen. Die Akkus werden immer leistungsfähiger, sonst hätte beispielsweise auch nicht VW darauf gesetzt, in einigen Jahren hauptsächlich nur noch diese Technologie verfolgen zu wollen. Derzeit ist die Entsorgung von Akkus noch ein Problem, aber auch das wird sich vermutlich lösen lassen. Was natürlich auch noch etwas nachteilig ist, ist, dass man seltene Erden für Akkus braucht, welche immer teurer und natürlich noch seltener werden dürften, je mehr Menschen Elektroautos nachfragen. Und dann ist da auch noch der Effekt, dass Akkus mit der Zeit nach und nach schlechter und weniger leistungsfähig werden, wie jeder beispielsweise von seinem her Smartphone weiß. Aber egal, die Automobilindustrie glaubt wohl mittlerweile daran, dass man auch diese Probleme wird lösen können. Und vielleicht oder sogar vermutlich könnte sich bei der Akkuforschung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten doch noch einiges tun.