Und was bringt dir das Christkind?

Nach Martin Luther müssen sich Menschen, die an Gott glauben bzw glauben können, nicht vor Gott selbst rechtfertigen. Sondern sie können glauben, dass Gott sich den Menschen gezeigt hat, in Jesus, und dass er ein gütiger und gnädiger Gott ist, der die Menschen prinzipiell annimmt.

Das ist die gute Nachricht zu Weihnachten. Gott nimmt selbst die Sünde der Welt auf sich. Sünde kann man verstehen als Trennung zwischen Gott und Mensch, also als Grund dafür, dass wir Gott nicht wahrnehmen können. Weil wir selber die Trennung zwischen Gott und uns nicht überwinden können, zeigt sich Gott uns Menschen in einem Menschen, in Jesus, welcher wahrer Mensch und wahrer Gott ist. Man wird ihm nur gerecht, wenn man das Wirken Gottes in ihm und in seinem Leben auch wahrnimmt.

Was aber ist mit den Menschen, die nicht an Gott glauben können?

Der Heilige Geist Gottes bewirkt den Glauben, so heißt es. Insofern sorgt Gott im Grunde selbst dafür, dass Menschen glauben können an ihn.

Und die, die es nicht können? Nun bin ich nicht Gott, aber ich vermute, dass Gott größer gedacht werden kann als alles, was wir uns vorstellen können. Und dass er wohl auch für dieses Problem eine gute Lösung bereithält. Wenn jemand nun gar nicht an Gott glauben könnte, es ihm aber von Gott zum Nachteil ausgelegt werden würde, würde das ja zumindest mit der Güte und Gnade Gottes irgendwie in Konflikt geraten, was auch schwer vorstellbar wäre.

Wohl dem, der an Gott glauben kann, aber möge Gott auch all diejenigen, die es nicht können, durch sein Wirken bzw seinen Heiligen Geist irgendwie erreichen oder sie auch so mit hineinnehmen in diese gütige Liebesbewegung Gottes.

Wenn man sich vorstellt, dass Gott derjenige ist, der alles hat in Existenz kommen lassen, kann man vermutlich ohnehin nicht aus Gott heraus fallen. Wohin auch?

Dennoch dürfte sich für Menschen, die an Gott und sein Wirken glauben können, bereits im irdischen Leben einiges verändern, allein aufgrund dieser neuen und gedanklich wahrgenommenen Perspektive. Für sie beginnt bereits im Hier und Jetzt ein Stück weit das sogenannte Himmelreich, weil sie glauben können, dass das Leben nicht sinnlos ist, sondern auf Gott ausgerichtet ist und dass jedes menschliche Leben von ihm gewollt und gemacht wurde, wie auch immer, vielleicht im Gang der Evolution, dass aber hinter allem der Wille Gottes steht und das prinzipielle Ja zum Menschen.

Das ist eine sehr gute Botschaft. Und diese Botschaft wurde uns zu Weihnachten in einem Kind überbracht, das in Bethlehem geboren wurde und später davon berichtete, wie Gott beschaffen ist, was sein Wille ist und wie wir in Gottes Sinne handeln sollen. Und das, nachdem es von den Römern auf grausame Weise hingerichtet worden war, nicht im Tod blieb und so allen Menschen, die daran glauben können, die Hoffnung gibt, dass es über das irdische Leben hinaus einen größeren sind zusammenhängend gibt, in dem wir weiter existieren können, ganz nah bei Gott.

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