Weihnachten in Straßburg

Nach den Schüssen in der straßburger Innenstadt vor ein paar Tagen und nach dem Erschießen des mutmaßlichen Täters gestern durch ein polizeiliches Sondereinsatzkommando wurde heute der Weihnachtsmarkt in Strassburg wieder eröffnet. Gesichert durch Polizei und Soldaten.

Na denn, besinnliche Weihnachten!

Jedoch muss man sich eingestehen, dass Weihnachten wohl auch, als es das erste Mal geschah, also als Jesus von Nazareth geboren wurde, keineswegs friedlich war.

Zum einen wird die Geschichte von dem Kindsmord im großen Stil durch König Herodes erzählt, aber selbst, falls dieser Teil des Narrativs nicht unbedingt historisch verifiziert nachzuweisen sein sollte, so ist es doch der andere Teil, nämlich dass die Römer mit ihren imperialen Truppen den Landstrich Judäa und Israel erobert und mit militärischer Gewalt im Würgegriff hatten.

Josef und Maria, so erzählt es die Weihnachtsgeschichte, mussten sich fern von daheim in Steuerlisten eintragen, wie die Römer es befohlen hatten.

Nein, Weihnachten war damals auch nicht friedlich, zumal der Hoffnungsträger, Jesus, der die römische Logik der Gewalt auf den Kopf und der militärischen Aggression einen radikalen Pazifismus entgegen stellte, letztlich von den Römern gewissermaßen als Exempel dafür, was mit Leuten passiert, die nicht nach der Pfeife der Römer tanzen, grausam gefoltert und am Kreuz ermordet wurde.

Dennoch haben nicht die Römer überlebt, sondern die Gedanken Jesu, die Gedanken des absoluten Friedens inmitten einer von Krieg und Gewalt zerstörten und zutiefst durchdrungenen Welt und die Gedanken der Hoffnung, dass das menschliche Leben unendlich wichtig und schützenswert ist und Gott höchstpersönlich in diese Welt kommt, um dies deutlich zu machen und dass das Leben der Menschen nach dem Tod nicht im Tod bleibt, sondern dass Hoffnung auf ein Leben bei Gott besteht.

Und das ist auch Weihnachten. Das ist der bedeutende Teil von Weihnachten, auf den es ankommt. Auch und gerade in unserer heutigen Zeit.

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