Banksy und sein geschreddertes Bild. Und ein Strohhalm

Kürzlich wurde bei Sotheby’s ein Bild von Banksy, dem unbekannten Künstler, verkauft, für glatte 1,18 Millionen Euro. Nicht schlecht für ein Bild. Es zeigt ein Mädchen, welches gerade einen herzförmigen Luftballon losfliegen lässt.

Kurz nach dem Kauf shredderte das Bild sich selbst, zumindest bis zur Hälfte.

Darauf wurde es gleich noch mehr wert, der Aktionskunst wegen. In einer anderen Schlagzeile war heute zu lesen, nun sei es doch wieder billiger geworden, weil ein anderer Künstler ähnliches nachgemacht habe. Egal.

Was ich mich bei der ganzen Sache frage, ist, was eigentlich aus dem längsten Strohhalm der Welt geworden ist, den ein Freund und ich so um 1988 herum in London im Guinness House of records ungefragt und auf eigene Initiative hin abgegeben hatten. An der Eingangstheke.

Wir hatten uns diesen Strohhalm sogar auf einem Bierdeckel oder etwas ähnlichem quittieren lassen. Delivery of the longest straw in the world. Er war in mühevoller und mehrminütiger Arbeit aus mehreren McDonald’s Strohhalmen zusammengefügt worden. Was der heute wert sein muss. Und wo das Guinness House of records ihn wohl aufgestellt haben mag. Dem skeptischen Grinsen der Frau am Empfang nach bin ich nämlich nicht ganz so sicher, ob er dort tatsächlich steht.

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