Wenn ich Bundesinnenminister wäre…

Nun gut, ich bin es nicht, aber würde ich Bundesinnenminister, würde ich etwas wirklich Wichtiges ganz zuerst in die Tat umsetzen. Und zwar endlich veranlassen, dass Polizeisirenen tatsächlich auch „Tatütata“ sagen. Danach würden weitere wichtige Projekte folgen. Ein spezielles Heimatschutzressort bräuchte ich nicht.

Vielleicht würde ich sodann Alarmknöpfe, die überall herum hängen, wie in Italien mit einem doppelten L schreiben, wobei mir dabei jüngst auffiel, dass das Ganze etymologisch möglicherweise von dem lateinischen „ad arma“ (all arma) kommen könnte. Dies bedeutet soviel wie „zu den Waffen“ und das ist es ja, was mit Alarm eigentlich ursprünglich gemeint sein könnte.

Gibt’s noch ein wichtiges Problem im Staat? Mir fällt gerade keins ein. Ach ja, vielleicht so, wie die rechtsgerichtete Bayernpartei fordert, dass Kriminalität endlich verboten gehöre. Wobei, so eine Forderung käme mir doch zu satirisch vor. Nein, die Sache mit dem Tatütata müsste reichen, um das Volk durch meinen Aktionismus zu überzeugen.

Nun gut, ein Letztes noch, vielleicht würde ich per Anordnung meine neuen Allarmknöpfe überall in Behörden aufhängen lassen, verpflichtend. Neben den Kreuzen, die dort jetzt auch schon hängen. Dann würde sich das Volk doch schon gleich viel sicherer fühlen. Tatütata und Allarm, mehr geht doch gar nicht. Dann klappts auch mit der nächsten Landtagswahl.

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