Würde die CSU mit der AFD…?

Bald sind in Bayern Landtagswahlen und überall hängen schon die Plakate. Die AFD gibt sich nicht braun, sondern gewohnt blau auf ihren Plakaten, auch, wenn man sich das Braune natürlich immer mitdenkt.

Vor einiger Zeit las ich in der ZEIT, dass es in der CSU-Basis offenbar einige Stimmen gibt, die eine Koalition mit der AFD befürworten würden und vereinzelt sogar einige CSU-Lokalpolitiker.

Drum wäre eigentlich vor der Landtagswahl eine konkrete und verlässliche Ansage bezüglich einer möglichen Koalition zwischen beiden Parteien wichtig. Könnte ein Wähler, der CSU wählt, denn sicher sein, dass Ministerpräsident Söder nicht spontan umschwenkt, nur des Machterhalts wegen, und dann plötzlich mit der AFD eine Koalition eingehen würde?

Als er zum bayerischen Landesvater gewählt worden war, gab er sich zunächst zurückhaltend herrschaftlich, wie es wohl einem Landesvater gebühren würde.

Danach verstieg er sich in einen massiven Populismus, um die AFD rechts zu überholen und ihr womöglich ein paar Wähler abzuluchsen, indem er stark in die Flüchtlingsdebatte, die eigentlich überhaupt kein Thema mehr ist, einstieg und ins rechte Horn blies. Der AFD schadete das laut Umfragen überhaupt nicht, allerdings ihm selber und der CSU massiv. Denn durch diesen Rechtspopulismus fühlten sich die liberal denkenden Wähler der CSU stark abgestoßen.

Vor der Sommerpause dann wieder ein Umschwenken, Fotos mit Herrn Söder und Hundewelpen. Wer sich mit Hundewelpen zeigt, der kann doch nur nett sein. So süß. Die Hundewelpen.

Die große Frage ist, welchen Söder wird man nach der Landtagswahl erleben?

Den Landesvater, den Rechtspopulisten oder den Hundewelpen-Liebhaber? Man bräuchte wie gesagt als CSU-Wähler, wenn man denn so einer wäre, eine verlässliche Aussage diesbezüglich.

Da allerdings Herr Söder in seiner kurzen Amtszeit schon dreimal vom Kurs her umgeschwenkt ist, dürfte auch die Frage der Verlässlichkeit nach wie vor ein wenig im Raum kleben bleiben. Diese Frage wird Herr Söder aber wohl so schnell allein durch Worte nicht mehr los. Höchstens durch künftiges seriöses und vorhersehbares Lenken des bayerischen Staates. Also nichts, was man spontan vor der Landtagswahl noch hinbekommen würde oder könnte, denn Vertrauen ist schnell zerstört, aufgebaut jedoch nur über lange Zeit hinweg.

Gut Ding will Weile haben, wie der Volksmund so sagt. Und auf den schaut man doch bei der Landtagswahl.

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