Zum Internationalen Tag der Freundschaft heute

Vor einigen Jahren wurde dieser Tag eingeführt, um darauf hinzuweisen, dass Freundschaften etwas ganz Wesentliches im Leben von Menschen sind.

Andererseits las ich vor einiger Zeit einmal einen Artikel, in dem es darum ging, dass offenbar nicht jeder das Talent zur Freundschaft besitzt. Er klingt mir noch in den Ohren nach, weil ich in der Tat Menschen kenne, die sich mit Freundschaften doch recht schwer tun. Sie haben dieses Talent einfach nicht in die Wiege gelegt bekommen und es fällt ihnen schwer, ein solches Talent dann irgendwie zu entwickeln im Laufe ihres Lebens.

Es sind nicht zu viele Menschen, die ich in dieser Hinsicht kenne, aber die, die ich kenne, sind, wenn ich das richtig wahrnehme, relativ stark auf sich selber fixiert. Und sie haben auch recht wenig Ressourcen dahingehend, dass sie es innerlich ausgleichen könnten, wenn jemand sie einmal schräg anschaut. Dann ist immer gleich Drama und sie fühlen sich angegriffen und beziehen alles immer gleich auf sich, aber im negativen Sinne.

Sie tun sich schwer mit Freundschaften. Drum kann dieser Tag heute zwar ein Weckruf für diese Menschen sein, sich mehr darauf zu besinnen, anderen Menschen freundschaftlich zu begegnen und ihnen Vertrauen zu schenken, allerdings ist dies für sie zugleich wohl auch eine Lebensaufgabe und, wenn man es mal positiv ausdrückt, ein psychologisches Entwicklungsgeschenk, denn wie schenkt man Vertrauen, wenn man einfach Probleme hat, zu vertrauen?

Und hier ist man dann vielleicht in der Frühphase ihres Lebens angelangt, wo solch grundlegende Erfahrungen wie das Urvertrauen gelegt werden. Fehlt dieses Urvertrauen oder ist es irgendwie nur rudimentär ausgeprägt, aus was für Umständen auch immer, leiden sie vermutlich ein ganzes Leben daran, wenngleich sie dieses Defizit sicherlich bearbeiten könnten, dazu gehörte jedoch, dass sie es erstmal als Defizit empfänden. Das tun gewisse Menschen aber auch nicht, weil sie es einfach nicht anders kennen.

Bleibt vielleicht aus christlicher Sicht noch, für sie zu beten. Damit gewissermaßen Hilfe von außen kommt, die sie innerlich ergreifen und verändern kann. Parallel dazu kann man natürlich immer versuchen, diesen Menschen auch weiterhin freundlich und vertrauensvoll zu begegnen, damit sie irgendwann auch einmal ja sagen können zum Internationalen Tag der Freundschaft.

So, und wie bringe ich nun Arnold Schwarzenegger in diesen Artikel mit hinein, der heute seinen 71. Geburtstag hat? Eigentlich gar nicht. Drum erwähne ich ihn lieber gar nicht, wenngleich er vielen Leuten zwar kein Freund, so aber doch ein Vertrauter auf der Kinoleinwand geworden ist. Und andererseits genau der Antipode zur Freundschaft, zumindest auf der Leinwand, nämlich der lonely Einzelkämpfer. Hasta la vista, baby. Du weißt, was du heute zu tun hast, Arnold.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. kunterbunt79 sagt:

    Freundschaften sind mega wichtig….sollte man gut pflegen

  2. Ja, sehe ich auch so. Und man kann sie mit einem Garten vergleichen, den man ja auch immer mal wieder pflegen muss, sonst verwildert er und ist irgendwann nicht mehr so sonderlich schön.

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