Ein Gottesdienst und die Zahl 666

Da geht man ganz unbedarft einkaufen und besorgt ein paar Kleinigkeiten als Dank für all diejenigen, die an dem bevorstehenden Gottesdienst mitwirken. Dann geht man zur Kasse und das ganze kostet 6,66 €.

Da würde sich nicht jeder etwas bei denken. Eine Schnapszahl.

Andererseits auch eine Zahl, die bedeutungsrelevant in der Bibel, im Neuen Testament, in der Offenbarung des Johannes vorkommt und dort für das sogenannte „Tier“ steht, wobei mit dem Tier oft der sogenannte Antichrist gemeint ist. Also das, was Jesus Christus entgegengesetzt ist.

Über die Zahl 666 streiten sich die Gelehrten jedoch, es könnte ursprünglich auch die Zahl 616 gemeint gewesen sein. Und sie steht im biblischen Sinne wohl verklausuliert auch für einen Namen, möglicherweise für den Kaiser Nero, der infolge des Brandes von Rom im Jahre 64 Christen als die angeblichen und vermeintlichen Brandstifter auf grausame Art und Weise hinrichten ließ. Auch wird die Zahl manchmal verwendet für den Nero redivivus, den vermeintlich wieder auferstandenen Nero, der sich dann in anderen Kaisern, wie Domitian beispielsweise, wiederfinde und dort ebenfalls die Christen verfolge.

Wie auch immer, vielleicht handelt es sich einfach um einen Zufall bei dieser Zahl auf dem Kassenbon, kann ja schon mal vorkommen, wenngleich ich mich eigentlich nicht daran erinnern kann, diese Zahl auf einem Kassenbon in der letzten Zeit irgendwann einmal gehabt zu haben.

Vielleicht kann man aber auch etwas anderes darin sehen. Will man diese Zahl auf den Antichristen beziehen, so wäre die Frage, wie der sich denn heute zeigen würde. Vermutlich in der Bequemlichkeit, morgens aufzustehen und in den Gottesdienst zu kommen. Das würde schon völlig ausreichen.

Und gesamtgesellschaftlich gesehen vielleicht auch noch in der Gleichgültigkeit gegenüber Entwicklungen in der Gesellschaft, bei denen man eigentlich hellhörig werden und den Mund zu einer Gegenrede aufmachen müsste, beispielsweise dann, wenn Menschen und Gesellschaften entzweit werden, wo doch Jesus genau das Gegenteil predigte, nämlich Nächstenliebe und Feindesliebe.

Nachtrag 27.07.:

Alles gut gegangen mit dem Gottesdienst, er war sogar so sehr besucht, wie in den letzten Jahren schon lange nicht mehr.

Kommentar verfassen...(Kommentare, die Links enthalten, müssen auf Freischaltung warten)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.