Kann man Christ sein und zugleich Mitglied in der AFD?

Nein, lautet die Antwort des weiter unten verlinkten Artikels.

Warum? Weil die AFD eine fremdenfeindliche Partei ist, das Christentum jedoch als höchste ethische Werte die Nächstenliebe und sogar die Feindesliebe hat. Deswegen schließt sich beides aus. Und zwar generell und grundlegend und ohne Diskussion.

Die AFD möchte die Kirche insoweit eingespannt wissen, als dass sie eine Waffe gegen den Islam sein solle, den man, da man ja heute glücklicherweise nicht mehr gegen Juden sein darf, als alternatives Feindbild ausgewählt hat. Möchte die Kirche diese Waffe nicht sein, was sie auch gar nicht kann aufgrund ihrer ethischen Ausrichtung, siehe oben, ist sie für die AFD völlig uninteressant und soll am besten in ihrem Einfluss möglichst klein gehalten oder ganz beseitigt werden.

Auch, wenn Hitlervergleiche immer hinken, sei hier doch mal einer angeführt, weil man mit Hitlervergleichen andererseits immer Entwicklungen überspitzt und antizipiert verdeutlichen kann und man aus der Epoche der Nationalsozialisten natürlich weiterhin für die Gegenwart und Zukunft seine Lehren ziehen soll, damit sich eine solche unselige Geschichte niemals wiederholen möge.

Als Hitler an die Macht kam, war man in der Kirche an das sogenannte landesherrliche Kirchenregiment gewohnt, welches seit dem Augsburger Religionsfrieden 1555 existierte. Der jeweilige Landesherr bestimmte zu dieser Zeit, ob sein Land evangelisch oder katholisch sein sollte und somit auch seine dort ansässigen Bürger bzw Untertanen. Daraus entwickelte es sich, dass der politische Anführer des jeweiligen Landes auch immer der oberste Kirchenherr war. Insofern waren viele Christen, als Hitler an die Macht kam, an dieses System zunächst gewohnt und die sogenannten „Deutschen Christen“ versuchten sogar, die Politik der Nationalsozialisten als christlich auszugeben.

Das ist im Grunde das, was die AFD auch gerne hätte. Dass ihre Politik durch die Kirchen als legitim gekennzeichnet werden solle. Was natürlich aus oben genannten Gründen völlig unmöglich ist.

Bei den Nationalsozialisten ging es aber weiter dahin, dass die Kirche nur als temporäres Vehikel gelten sollte, um den eigenen Machtanspruch zu zementieren. Letztlich sollte nicht die Religion und die Kirche noch irgendeine Stimme haben, sondern der Nationalsozialismus sollte die Religion ablösen und selbst Religion sein, an seiner Spitze ebenfalls der oberste Landesherr, Adolf Hitler, der zugleich als religiös aufgeladene Erlösungsfigur fungieren sollte.

Auch dies Ähnlichkeiten zur AFD. Die Kirche ebenfalls als temporäres Vehikel, das aber irgendwann abgestoßen werden soll, sobald die AFD entsprechend an Macht gewonnen hätte.

Hitlervergleiche hinken zwar, sind aber dennoch aufschlussreich. Man hüte sich vor der AFD, zumindest dann, wenn man Christ ist. Und ansonsten eigentlich auch.

Liebe Christen, der Dialog mit der AfD ist beendet! – katholisch.de

http://www.katholisch.de/aktuelles/standpunkt/liebe-christen-der-dialog-mit-der-afd-ist-beendet

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