Was soll man von der Milliardenstrafe gegen Google halten?

Die EU-Kommission hat Google zu einer Strafe von über 4 Milliarde Euro verdonnert, weil, ja weshalb eigentlich? Man versteht es als Bürger kaum.

Die Begründung ist, weil Google ein kostenloses Betriebssystem herausgibt, nämlich Android, und dort einige Google-Apps gleich vorinstalliert sind, die auch nicht einzeln deaktiviert werden können. Und weil Android, das kostenlose Betriebssystem von Google, mittlerweile so verbreitet sei, werde damit die Marktmacht von Google weiter zementiert.

Die Antwort von Google auf die Vorwürfe ist, dass ein Minimum an Apps vorhanden sein muss, um das kostenlose Angebot sinnvoll nutzen zu können. Zudem kann sich jeder Nutzer ja beliebig viele Apps aus dem Google Play Store herunterladen.

Sundar Pichai, der CEO von Google, wies darauf hin, dass die Menschen keineswegs gezwungen sind, die Apps von Google zu nutzen, sie aber nutzen, weil sie unschlagbar gut sind.

Womit er Recht hat.

Google ist zwar mittlerweile weit mehr, als eine Suchmaschine, aber dennoch ist die Suchmaschine auch weiterhin ein Kerngeschäft. Wie sollte man es einem Konzernen verübeln, der ein kostenloses Betriebssystem zur Verfügung stellt, wenn er dort beispielsweise auch seine Suchmaschine vorinstalliert hat? Das ist doch absurd.

Stellen Sie sich mal vor, Sie bringen auf eine Geburtstagsfeier einen Kuchen mit, mit bunten Streuseln obendrauf, mit Schlagsahne, mit Nüssen innendrin und mit Schokolade. Und dann schreibt Ihnen jemand vor, dass Sie den Kuchen, den Sie kostenlos und ohne Entgelt mitgebracht haben, doch bitte schön ohne die Nüsse, ohne die Schlagsahne und ohne die Schokolade ausliefern müssen, damit sich jeder die Zutaten, die er gerne hätte, selber kaufen oder drauf tun kann. Ach ja, und die Streusel sollen Sie bitte auch weglassen. Denn die sollen ebenfalls andere Anbieter verkaufen können und Sie dafür Geld zahlen. Absurder geht es doch nicht mehr.

Wenn jemand etwas kostenlos anbietet, dann kann man das annehmen. Oder ablehnen. Man kann denjenigen aber nicht zwingen, das zu tun, was man gerne hätte, und zwar gefälligst noch kostenlos.

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