Muss man als US-Präsident bei einem Putin-Treffen wirklich jedes Wörtchen auf die Goldwaage legen?

Sie kennen das sicher. Sie möchten von Ihrem Chef eine Gehaltserhöhung, gehen in sein Büro und reden darüber, aber wie beiläufig erwähnen Sie dabei noch, dass Sie ihn nicht leiden können.

Als Sie sich dann nach wenigen Sekunden vor dem Zimmer wiederfinden, sind Sie erstaunt und müssen erstmal zu Hause mit Ihrer Familie besprechen, was da schief gelaufen ist. Aha, nun wird es Ihnen klar, ein kleines Wörtchen. Sie wollten ja eigentlich sagen, dass Sie ihren Chef leiden können, ihn also sympathisch finde. Am nächsten Tag gehen Sie wieder hin, klären den dummen Patzer, Sie beide lachen herzlich und natürlich gibt der Chef Ihnen Ihre wohlverdiente Gehaltserhöhung.

So ähnlich auch passiert beim Treffen zwischen Trump und Putin in Helsinki. Trump sagte sinngemäß, er sehe keinen Grund, weshalb die Russen sich beim US Präsidentschaftswahlkampf eingemischt haben sollten.

Jetzt steht ganz Amerika Kopf und auch die eigene Partei Donald Trumps, die Republikaner. Hochverrat und ähnliche Beschimpfungen hört man da von US-Amerikanern. Wie könne der Präsident so etwas machen und die Erkenntnisse der eigenen Geheimdienste derart und dazu noch öffentlich auf der Weltbühne in Frage stellen.

Nun hat sich Herr Trump, der sehr belesen ist und seine Treffen gerne gut vor- und nachbereitet, allerdings noch einmal die Mitschrift seines Dialogs mit Wladimir Putin angeschaut und da ist ihm schon 24 Stunden später aufgefallen, dass es sich ja tatsächlich um einen kleinen Versprecher gehandelt habe. Tatsächlich gemeint habe er und habe sagen wollen, er sehe keinen Grund, weshalb die Russen sich nicht beim US Präsidentschaftswahl Kampf eingemischt haben sollten.

Da werden schon extrem hohe Anforderungen an US-Präsidenten gestellt und die Messlatte wird viel höher gehängt, als bei normalen Bürgern, nur, weil es sich eben mal um ein extrem umstrittenes Treffen von Präsidenten handelt. Und die Systempresse mit ihren fake-news badet natürlich mal wieder lasziv in diesem dummen Versprecher. Typisch.

Dabei gibt es in der US-Geschichte ja noch weitere Versprecher, auf denen man auch nicht so herumreitet. Als beispielsweise der Befehl kam, werfen Sie diese Atombombe nicht auf Hiroshima und Nagasaki, hat ja zunächst auch das Wort „nicht“ gefehlt. Aber stört sich deshalb jemand dran?

Wo gehobelt wird, da fallen auch Späne. Ähnlich wird Trump ja zur Last gelegt, was er in Bezug auf seine Alliierten so sagte, sinngemäß: ich stelle die NATO in Frage.

Auch hier fehlte das kleine Wort „nicht“, ebenfalls dummer Patzer. Ich stelle die NATO nicht infrage, hätte es doch heißen sollen.

Da wird wirklich mit unterschiedlichem Maß gemessen. Ein normaler Bürger kann alles Mögliche sagen und keiner hat Stress damit, kaum passiert sowas aber dem US-Präsidenten ein paar Mal, sind alle gleich konsterniert. Als US-Präsident ist man umgeben von lauter Ignoranten. Wie soll man denn da arbeiten können.

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