Gedanken zum Ende des EU-Rettungspakets für Griechenland

2010 war es beschlossen worden, das Rettungspaket bzw der Rettungsschirm der EU für Griechenland. Nun, im August 2018, soll er auslaufen und das Land dann finanziell gesehen wieder auf eigenen Beinen stehen, so berichtete es eben der Nachrichtensender B5 aktuell.

Rückblickend ist das Ganze also ein Lob für alle diejenigen Verantwortlichen in der EU, die Griechenland gestützt haben. Die es so gestützt haben, dass der Staat nicht zusammenklappte, dass die Verwaltung dort weiter funktionierte, die öffentliche Ordnung aufrechterhalten werden konnte, durch die Polizei, durch Busse, durch Infrastruktur insgesamt, dass die Schulen weiter funktionierten, dass Krankenhäuser weiter geöffnet waren und Menschen versorgen konnten, dass keine Hungersnot ausbrach.

All dies zähle ja nicht, giftet die AFD, das Rettungspaket sei ein Geschenk an Griechenland gewesen. Und mer habet nix zu verschenke.

Richtiger wäre es, zu sagen, dass der EU-Rettungsschirm die Grundlage der Solidargemeinschaft in der EU in besonderer Weise symbolisiert.

Was ein AFDler aber verstehen könnte, ist das Folgende. Auch, wenn es ihm nur um sich selbst geht, wenn es nur darum geht, selbst am meisten abzugreifen, so kann er doch verstehen, dass ein Zusammenklappen des griechischen Staates auch eine Menge Binnenflüchtlinge produziert hätte. Und auf dem Flüchtlingsohr ist die AFD ja ganz schlecht zu sprechen. Aber diese Logik müsste man eigentlich auch in der AFD verstehen, zumindest die Gebildeten unter den Mitgliedern.

Das Ansinnen der EU war jedoch nicht dieses egoistische Ansinnen der AFD, sondern der Gedanke der Solidarität. Man hilft sich gegenseitig, und schon morgen kann es umgekehrt sein. Ach ja, war es ja auch. Als Griechenland die Flüchtlinge, die nach Deutschland wollten, immer stärker zurückhielt beispielsweise.

Möge die Solidarität innerhalb der EU künftig auch wieder stärkere Betonung finden. Und möge darüber hinausgehend auch Solidarität mit denjenigen Menschen, die aus ihren Ländern flüchten müssen, weiterhin bestehen.

Denn in der EU und auch weltweit können wir Menschen langfristig gesehen nur gut miteinander leben, wenn wir immer wieder für Gerechtigkeit eintreten, für Frieden und für Freiheit. Ansonsten gibt es nämlich Krieg und Kriege. Und eines der wichtigen Prinzipien, um all diese Ziele zu erreichen, ist auch stets die Solidarität miteinander, die Solidarität mit denen, denen es gerade nicht so gut geht. Heute die, morgen vielleicht wir. Darauf sollten wir alle zählen können. Denn auf was sollen wir sonst zählen, wir auf unserem winzigen Planeten innerhalb der eisigen Weiten des unendlichen Universums?

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