Weshalb der Islam kaum eine Bedrohung für Deutschland sein dürfte

Immer wieder hört man aus der rechtspopulistischen Ecke ein Raunen, der Islam sei die große Gefahr, der es entschieden entgegenzutreten gelte. Das ist aber wohl etwas aus der Luft gegriffen.

Mit Islam ist hier nicht Islamismus gemeint, die religiös verdeckte Art von Terrorismus. Terrorismus ist immer ein Problem, egal, ob religiös oder politisch untermauert.

Der Islam jedoch hat eigentlich mit Islamismus nichts zu tun. Genauso wenig, wie das Christentum mit den Kreuzzügen, wenngleich es natürlich die Kreuzzüge gab, welche aber politisch motiviert waren und das Christentum, dem ja eigentlich ein maximaler Pazifismus innewohnt, für seine Zwecke zweckentfremdete.

Der größte Teil aller Moslems ist friedlich und strebt neben ihrer gläubigen und frommen Gottesverehrung zudem nach ethisch hohen Idealen.

Doch es gibt aus der politisch rechten Ecke auch immer wieder Leute, die behaupten, die große Gefahr liege auch darin, dass Moslems im Schnitt mehr Kinder bekämen, als Christen beispielsweise. Ob man das so sagen kann, ist die eine Frage. Man müsste dazu mal einige Studien bemühen. Seriöse Studien.

Eine viel wesentlichere Frage ist eigentlich die, ob Moslems, die europäisch geprägt werden, nicht auch durch diese Prägung verändert werden.

Vermutlich nämlich schon. Denn es ist nicht gerade unkompliziert, Moslem zu sein, zumindest dann, wenn man es ernst nimmt. Das ist zwar bei allen Religionen gewissermaßen der Fall, beim Islam scheint es mir aber doch noch ein Stück arbeitsaufwendiger zu sein. 5 mal am Tag beten, morgens, mittags, nachmittags, abends und nachts, am besten mit Gebetsteppich und nach Mekka ausgerichtet. Nicht gerade unanstrengend. Einmal im Leben mindestens nach Mekka pilgern, dort dann das Gleiche, beten, mehrfach um die Kaaba herum laufen, und das ganze Programm. Das ist sicher sehr interessant, wenn man religiös interessiert ist, aber es scheint mir für Europäer etwas zu anstrengend zu sein, um tatsächlich und tief in diese Religion einsteigen zu wollen.

Und das ist auch das Hauptargument, weshalb der friedliche Islam sicherlich keine Bedrohung sein dürfte für irgendwen in Europa. Viel zu kompliziert, viel zu reglementierend. Auch Moslems, die hierzulande leben, bekommen die vielen Freiheiten der Gesellschaft ringsherum mit. Und sollte tatsächlich noch islamischer Religionsunterricht an Schulen kommen, würde über diese Schiene zudem noch eine Reformation des Islam durch die junge Generation in die Wege geleitet. Denn Religionsunterricht an Schulen ist nicht Mission, sondern Reflexion und geschichtliche Aufarbeitung.

Moslem zu sein ist nicht gerade unanstrengend, wenn man die Religion ernst nimmt. Sie kann Menschen sicherlich Halt geben, und was sicherlich auch aus theologischer Sicht heraus positiv zu beurteilen ist, ist der Glaube an den einen Gott und der Glauben daran, dass man sich etwas Höheren verpflichtet fühlt, dementsprechend man dann auch gewisse Pflichten im Leben für andere Menschen übernimmt, beispielsweise Almosen für arme Menschen freiwillig gibt; Und, grob gesagt, versucht, ein anständiger Mensch zu sein, in den Augen der Mitmenschen und ganz besonders in den Augen Gottes.

Insofern sind fromme Moslems sicherlich nicht die schlechtesten Mitbürger, da sie sich auch hohen Idealen verpflichtet fühlen. Dass aber automatisch unzählige Menschen in Europa zum Islam konvertieren würden, erscheint mir wenig wahrscheinlich, weil diese Religion aufwändig ist, indem sie viele religiöse Pflichten ihren Gläubigen abverlangt. Und das vermutliche Hauptargument für die meisten Europäer, das gegen eine Konversion zum Islam sprechen würde, ist, so banal es auch klingen mag, das strikte Alkoholverbot in dieser Religion. Wer macht denn das mit, freiwillig?

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  1. schengelina sagt:

    religion – religiöse gläubigkeit- ist per se potenziell gefährlich.
    der grund dafür ist, dass religion (wie auch rassismus und nationalismus) absolut irrational ist. religiöse gläubigkeit legt sich wie mehltau um die gehirnwindungen , beeinträchtigt das denkvermögen und den mut, sich des eigenen verstandes zu bedienen. besondere gefahr geht vom islam aus, weil bei muslimen die neigung, religiösen unsinn zu glauben, größer ist als bei stärker von der aufklärung geprägten menschen.

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