Hui, jetzt gibt’s Strafzölle

Gut, jetzt ist es also passiert. Ab morgen werde ich kein Aluminium- und Stahlprodukte mehr in die USA exportieren. Habe ich zwar bisher auch nicht, aber es würde mir nun auch zu teuer werden.

Nachdem Trump nun wirklich die Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte für den Import in die USA verlangt, und danach sieht es heute zumindest aus, wenn sich nicht mal wieder alles ganz spontan ändert, reagiert wahrscheinlich auch die EU. Jack Daniels dürfte hierzulande teurer werden, Harley-Davidsons und Levi’s Jeans. Da ich mit den oldfashioned Levi’s Jeans im Bootcut-Style derzeit noch ganz gut eingedeckt bin, zumal er ohnehin völlig außer Mode ist, zumindest bei der jungen Generation, ist das für mich erstmal nicht so problematisch.

Vermutlich werden in den USA im Gegenzug nun allerdings auch alle Produkte teurer, die irgendwie Stahl oder Aluminium enthalten. Denn konnten die USA bisher günstig diese Rohstoffe importieren, können sie diese zwar weiterhin importieren, aber nicht mehr so günstig.

Insofern können sich die Stahl- und Aluminiumproduzenten in den USA gleich mal einen gewaltigen Preisaufschlag leisten. Denn warum sollten sie diese Rohstoffe nun auf einmal billiger an den Markt abgeben, wenn sie doch nun genauso gut die höheren Preise bezahlt bekommen? Dieser Preisaufschlag dürfte dann auch auf alle anderen Produkte der Wertschöpfungskette durchschlagen, welche diese Rohstoffe enthalten. Der US-Bürger wird also tiefer in die Tasche greifen müssen. Oops, wollten das die Trumpwähler eigentlich? Mehr zahlen?

Ob das so durchdacht war.

Solange bei uns der Big Mac aber nicht teurer wird, soll mir die Sache egal sein. Meine Hightech-Geräte beziehe ich ohnehin aus Asien, Sony, LG und so weiter.

Wenn aber die Kaufkraft in den USA sinkt, weil die US-Bürger tiefer in die Tasche greifen müssen, können sie natürlich auch weniger einkaufen, ergo könnte die US-Wirtschaft möglicherweise in eine Rezession geraten. Was auch nicht geplant war, wie zu vermuten ist.

Dadurch dürfte der Dollar abgewertet und für uns aus der EU billiger werden. Das heißt, die nächste große Urlaubsreise geht dann in die günstigen USA. Danke Trump. Ich finde ihn ja fast immer sympathischer. Zumindest als Tourist und Weltenbummler.

Aber vielleicht ist meine touristische Euphorie auch nur meinen rudimentären Wirtschaftskenntnissen geschuldet und irgendwelche Wirtschaftskoryphäen aus dem Trump-Team haben da ganz andere und tiefergehende Erkenntnisse. Das kann man ja nie völlig ausschließen.

https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-05/usa-verhaengen-importzoelle-auf-stahl-und-aluminium-aus-eu

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