Sägen oder hämmern?

In meiner Grundschulzeit gab es Werkunterricht. Und es gab Mitschüler, die hießen Hans und Thomas und wie auch immer.

Und wenn man mit diesen Mitschülern den Werkraum betrat, war klar, was sie als Liebstes taten. Sägen. Sie sahen es als eine Art Workout, um ihre überschüssigen Energien abzureagieren. Das war auch nicht schlecht, weil sie diese Energien dann nicht mehr für andere Schüler übrig hatten. Sägen war in besonderer Weise körperliche Ertüchtigung, bedeutete zugleich aber auch, etwas kaputt zu machen. Es war neben dem energetischen Abreagieren auch immer etwas Destruktives.

Dann gab es die Leute, die gerne hämmerten. Wie ich zum Beispiel. Hämmern hieß für mich immer, kreativ zu sein. Etwas herzustellen, was vorher noch nicht da war, etwas neu zu kombinieren und neu zu arrangieren und neu zu gestalten. Es war etwas Konstruktives.

Seit mir dieses Bild und diese Begebenheit gestern wieder einfiel, (als ich nämlich etwas hämmerte) frage ich mich, ob es vielleicht diese Charakterzüge in Menschen heutzutage im Erwachsenenalter nicht immer noch gibt? Die einen, die zerstören, und die anderen, die aufbauen.

Ich glaube ja. Bis in die höchste Politik hinauf.

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