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Iran, Nordkorea, Israel, Europa. Und natürlich die USA.

Das Atomabkommen mit dem Iran ist also geplatzt, zumindest von US-amerikanischer Seite aus. Trump sei offen für ein besseres Abkommen, insofern ist eine gewisse Hoffnung da. Ob der Iran sich darauf einlassen wird, ist allerdings die große Frage. Denn dieser hat schon mal angekündigt, in den nächsten Wochen die Urananreicherung wieder hochzufahren.

Europa gibt sich zunächst einmal tapfer, aus Brüssel hört man nämlich, man wolle an dem Atomabkommen weiterhin festhalten. Ob dies jedoch gegen massive Wirtschaftssanktionen der USA durchzuhalten sein wird, ist einmal die große Frage. Denn mit den USA verscherzen will Europa es sich sicherlich auch nicht. Vor allem kann es das auch nicht, zumindest aus militärischer Sicht heraus nicht. Denn die Rückversicherung in militärischer Hinsicht durch die USA als stärkster NATO Partner kann nicht ausgeblendet werden.

Mit den USA sollte man es sich nicht völlig verscherzen. Denn wer würde Europa dann schützen? Frankreich hat ein paar Atomraketen, Großbritannien auch. Und Deutschland hat einen Panzer, der aber keinen TÜV hat.

Israel fühlt sich seit Jahren schon massiv von Iran bedroht, welcher immer mal wieder in regelmäßigen Abständen mit der Auslöschung Israels liebäugelt oder dies zumindest populistisch immer mal wieder in den Raum stellt. Unter diesen Vorzeichen ist es verständlich, wenn in Israel nicht allzu großes Vertrauen in den Iran existiert.

Dieser hatte aber in dem Abkommen sein Atomprogramm für 15 Jahre auf Eis gelegt. Laut den internationalen Inspektoren wurde dieses Abkommen auch eingehalten.

Auch, wenn immer wieder bemängelt wurde, das Abkommen könnte umfangreicher ausfallen, dämmte es doch zumindest die atomare Aufrüstung ein, zumindest für einen begrenzten Zeitraum. Innerhalb dessen wäre die Möglichkeit für diplomatische Entwicklung gegeben gewesen.

Präsident Donald Trump gibt sich jedoch weiterhin als Hardliner, indem er dieses Abkommen gekündigt hat. Auch von Nordkorea aus wird man diesen Schritt beobachtet haben und wohl diesen so verstehen, dass der Präsident tatsächlich ernst macht mit dem, was er so von sich gibt. Dieser massiver Druck hatte vor kurzem dazu geführt, dass Nordkorea und Südkorea sich wieder angenähert hatten.

Ob dieser Druck allerdings auch beim Iran funktionieren wird, ist noch völlig offen.

Und ob die Beziehungen zwischen Europäern und den USA dadurch nicht massiv beschädigt werden, ist die weitere große Frage.

Ich für meinen Teil werde auch weiterhin gerne meinen US-amerikanischen Cheeseburger essen. Andererseits würde ich mich freuen, wenn der Iran auch weiterhin keine Mittelstreckenraketen entwickeln würde, die Deutschland erreichen könnten. Vor allem keine, die atomar bestückt werden können. Denn das ist auch so ein Punkt in dem Abkommen gewesen. Die Raketenentwicklung durfte weitergehen, ausgebremst war nur die atomare Entwicklung.

Aus Sicht der USA tut man sich natürlich etwas leichter, einen derartigen Deal zu beenden. Denn man ist ja rein lokal gesehen ziemlich weit vom Ort des Geschehens entfernt. Anders als Europa.

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