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Humor ist, wenn man satirisch ist?

Es ist witzig und kann oftmals auch befreiend sein, mal eine andere Sicht einzunehmen. Satire eignet sich dazu. Aber sie hat auch ihre Grenzen.

Nämlich dann, wenn Hinz und Kunz nur noch in der Satire leben, also in einer Metaebene darüber, dass man alles ja nicht so ernst nehmen könne. Dass man eigentlich überhaupt nichts ernst nehmen könne. Und wenn sie dabei verlernen, Ernstes von Lustigem zu unterscheiden und die Grenzen derart verwischen, dass es nichts Heiliges und Ernstes und Richtiges und Respektvolles mehr gibt.

Wer nur noch auf den schnellsten und originellsten Tweet aus ist, den satirischsten Blogeintrag, den unkonventionellsten Kalauer, beschädigt schnell die Gefühle anderer. Denn ihn selber tangieren gewisse Themen nicht, über die er sich mokiert, er möchte nur lustig sein, humorvoll erscheinen und tiefgründig intellektuell, egal, was es kostet. Satirisch aus Selbstdarstellung. Die Kunst wäre es, über das, was einen selber zutiefst betrifft, satirisch zu sein. Nicht über das Leid anderer.

Mehr dazu unter folgendem Link.

https://www.zeit.de/kultur/2018-04/humor-ironie-internet-hazel-brugger

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