Wie Sie Stress abbauen können

Vorweg einmal die gute Nachricht. Stress gibt es überhaupt nicht. Stress entsteht nur durch unsere Bewertung einer Situation.

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Dadurch ist der Stress dann aber andererseits sehr real und kann sogar körperliche Folgen und Krankheiten nach sich ziehen, wenn er zu lange und in negativer Weise andauert. Der sogenannte Eustress, der positive Stress, kann einen zu Leistungen anspornen, der Disstress, der negative Stress, entsteht dann, wenn man das Gefühl hat, mit einer Situation nicht klar zu kommen und dieses Gefühl zu lange anhält. Ein Gefühl der Hilflosigkeit und der Überforderung begleitet einen dann. Das kann krank machen.

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Wenn man beispielsweise im Stau steht, kann man ganz unterschiedlich damit umgehen. Einige Leute explodieren förmlich, schlagen aufs Lenkrad, hupen, schimpfen und bekommen einen roten Kopf. Sie geraten in Disstress. Andere Leute akzeptieren die Sache und erkennen, dass sie die aktuelle Situation nicht ändern können. Stattdessen hören sie vielleicht Radio oder eine Informationssendung, um die Zeit sinnvoll zu nutzen, oder telefonieren über die Freisprechanlage. Dadurch haben sie die Möglichkeit, die Zeit für sich zu nutzen, die ihnen sonst immer fehlt. Und außerdem ist das Ganze auch gut für den Blutdruck, wenn man eine Situation in dieser Weise entspannt bewerten kann.

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Man sollte also unterscheiden zwischen Situationen, die man ändern kann und zwischen solchen, die man hinnehmen muss. In letzteren bringt es nichts, sich zu stressen, weil man dadurch nur krank wird, aber trotzdem nichts ändern kann.

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Ein weiterer Tipp ist der folgende. In Stress gerät man auch deswegen, weil man sich vormacht, eine Sache oder eine Arbeit nebenbei und ganz schnell erledigen zu können. Man geht also unrealistisch an sie heran. Z.b. die Wohnung aufräumen, den Schrank aufräumen, Papiere ablegen und so weiter. Man sagt sich im Vorfeld in Gedanken, dies müsse man doch ganz schnell uns gewissermaßen im Vorbeigehen erledigt haben. Da man nach und nach dann aber feststellt, dass man weit hinter seinen Erwartungen zurückbleibt, weil alles doch viel länger dauert, kann man auch hier in Stress geraten. Um nicht in diese Falle zu tappen, ist es sinnvoll, zu versuchen, mit sich selbst und den Anforderungen sowie der Zeitplanung realistischer umzugehen und auch ehrlicher. Dinge dauern einfach Zeit. Vielleicht sollte man auch einige Verpflichtungen absagen, weil man nach ehrlicher Bewertung gar nicht genug Zeit besitzt, um sie alle ausführen zu können.

Wenn man sich das eingesteht, ist man auf einem guten Weg, Stress abzubauen und ihn vielleicht gar nicht erst aufkommen zu lassen. Hektik bringt nur Stress. Gut Ding dagegen will Weile haben.

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