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Wie wäscht man sein Auto richtig?

Manchmal, wenn der Frühling warm ins Land hinein schnuppert und zudem behauptet, auch tatsächlich anzufangen und der Winter in Vergessenheit zu geraten scheint, möchte man etwas ganz Unkonventionelles machen, zumal an einem Samstag, was sonst praktisch keiner macht, nämlich z.b. in eine Waschstraße fahren.

Zunächst stellt man fest, dass man nicht der Einzige mit dieser famosen Idee ist. Aber dann beginnen noch ganz andere Probleme. Man vermutet nämlich zu Beginn der Waschprozedur, dass man doch eigentlich mit dem Waschprogramm Normalpflege ganz gut beraten sein sollte.

Doch dann lässt einen die Werbetafel ins Grübeln kommen, weil nur ein bisschen teurer bereits eine Unterbodenpflege zu haben ist. Und sollte man das nicht machen, denn so ein Unterboden will ja doch auch gepflegt sein, oder nicht?

Dummerweise bietet die Werbetafel noch ein weiteres Programm an, nämlich die Komplettepflege. Man fragt sich, ob dieses Programm denn nicht auch schon in der Normalpflege hätte enthalten sein sollen. Nun gut, dann soll es eben die Komplettpflege sein, denn die geheimen Formeln dieses Waschprogramms werden vermutlich den Autolack umschmeicheln wie beim Menschen vergleichbar ein teures Shampoo.

Aber obwohl das Präfix „komplett“ hier impliziert, damit sei dann alles komplett und vollständig getan, gibt es noch ein weiteres Upgrade für ein wenig Geld mehr, nämlich die sogenannte Premiumpflege. Ob das vielleicht nur etwas für besondere VIPs ist? Oder ob man das auch als Normalbürger ordern darf und außerdem auch machen sollte, weil alles darunter für das Auto vielleicht sogar schädlich sein könnte? Womöglich verwenden sie in der weiter unten stehenden Komplettpflege Scheuersand?

Doch auch bei der Premiumpflege ist noch lange nicht Schluss. Man sollte besser und sicherheitshalber auf die sogenannte Nanopflege upgraden, denn Nanopartikel mögen zwar in Deos nicht sonderlich gut sein und man vermutet, sie könnten von der Achsel aus womöglich ins Gehirn wandern und dort vielleicht eine Art von Demenz verursachen, für einen Autolack sind sie aber absolut überlebenswichtig. Alles unter Nanopartikeln ist verantwortungslos.

Also Nanopflege. Als der Waschmann kommt, möchte man sich aber doch nicht so an der Werbenase herumführen lassen und ordert einfach nur die Komplettpflege. Doch der geschäftstüchtige und verantwortungsbewusste Waschmann weist zugleich auf die Gefahren hin. Oder umgekehrt, auf die Vorzüge der noch weiter obenstehenden Pro-Shield-Pflege mit Polymer Sealant. Was darunter zu verstehen ist, könnte er einem sicher nicht erläutern, es sei aber irgendwie um Welten besser und würde auch länger halten, insofern also nicht teuerer, sondern langfristig gedacht viel preiswerter.

Da sitzt man nun auf seinem Fahrersitz und will doch nur das Beste für das Auto. Aber was ist das bloß? Alles unter der hypermodernen Pro-Shield-Pflege mit Polymer Sealant erscheint einem nun verantwortungslos, vielleicht sogar gefährlich. Womöglich steigt mit einem geringeren Waschprogramm zudem das Unfallrisiko? Wie kommt man nur heil aus der ganzen Sache heraus? Sich einfach tot stellen und warten bis der Waschmann wieder weggeht? Das wäre wahrscheinlich die vernünftigste Möglichkeit.

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