Was, wenn jemand leidet?

Im Angesicht des Leidens verstummt jede theologische Erklärung.

Eine Verwandte liegt im Krankenhaus, kann sich kaum noch bewegen, eine schwere und bösartige Krankheit. Sie hat auch Schmerzen, bekommt Schmerzmittel, und man macht sich Sorgen, wie lange es wohl noch geht, aber lange vermutlich nicht.

Und man betet für sie, immer wieder. Ein ganzes Heer von Menschen betet für sie. Einerseits dafür, dass sie möglichst keine Schmerzen haben möge und Hoffnung auf das, was kommt, auf eine Existenz in Gottes Liebe und Ewigkeit, haben möge. Und keine Angst.

Und andererseits kann man den Angehörigen und auch sich selbst dann doch nicht allzuviel sagen, denn das Leid verstehen wir nicht. Es gibt ein wenig Hoffnung und Trost, dass Gott selbst, in Jesus, schlimmstes Leid erfahren hat und dass es dabei nicht bleiben sollte, sondern dass Jesus auferstanden ist und lebt.

Das ist auch die Hoffnung von Ostern.

Trotzdem ist das menschliche Leid erstmal so, dass man am liebsten verstummen möchte. Im Hiobbuch, in welchem gewissermaßen als theologischem Versuchslabor an der Figur des Hiob einmal durchdekliniert wird, was einem alles an Leid widerfahren kann, setzen sich seine Freunde, nachdem er praktisch alles verloren hat, zu ihm und kommen zunächst nicht mit Erklärungsversuchen. Sondern leisten ihm erstmal nur Beistand, still. Und demütig vor der Monstrosität des Leids.

Auch erst später wird hier die Hoffnung durchschimmern, dass es bei dem Leid nicht bleiben soll.

Aller Unwahrscheinlichkeit zum Trotz könnte man es Gott dennnoch zutrauen, dass er selbst so einen schwerstkranken Menschen, von dem ich oben geschrieben habe, wieder gesund machen könnte. Es wäre aber ein gigantisches Wunder.

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