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Gehört Schnee zu Deutschland?

Besorgte Bürger sind schon seit Jahrzehnten äußerst besorgt darüber, dass zum christlichen Hochfest, zu Weihnachten, oft nicht pünktlich genug Schnee liegt.

Als Verursacher dieser Misere werden Flüchtlinge vermutet, welche vor der Flucht aus ihren Heimatländern die Heizung anlassen würden. Dadurch werde das Klima insgesamt stark erwärmt und wir in Deutschland müssten das Ganze nun ausbaden. Dabei müsse man doch in der Sahara oder Syrien nicht unbedingt den ganzen Tag über die Heizung anlassen.

Allerdings ist die Fraktion der besorgten Bürger etwas heterogen und untereinander gespalten.

Ein anderer Teil nämlich ist besorgt darüber, dass durchaus Schnee falle in Deutschland, was den Straßenverkehr gefährlich mache und sehr beeinträchtige. Auch hier wird darauf hingewiesen, dass der Flüchtling an sich, der ja offensichtlich mit der ganzen Sache zu tun habe, doch bitte die Heizung vor der Flucht in seinem Heimatland nur partiell eingeschaltet lassen solle, sodass hierzulande zwar die Straßen frei bleiben, die Felder aber pünktlich zum Winterbeginn schön verschneit seien. Es könnte doch nicht so schwer sein, in den Heimatländern die Heizung richtig zu regulieren.

Unabhängig, zu welcher der beiden Fraktionen sich der besorgte Bürger nun zählt, gilt für beide Fraktionen übergreifend, dass die Bürger auch besorgt seien um den Niedergang des christlichen Abendlandes, gleichzeitig aber auch gerne wissen würden, was mit Christentum eigentlich gemeint sei.

5 Kommentare

  1. Nun was ist christlich ? Es gibt zig Auslegungen und Gruppierungen. Viel wichtiger ist: Was würde Jesus tun? Diese Frage sollte man sich immer stellen. Und ich glaube nicht, dass er über deren Sorgen ironisch reden würde. Es gibt mit Sicherheit einige Menschen, die Grund zur Sorge haben und deren Situation und Beweggründe man nicht kennt. Ich glaube nicht, dass Jesus zuerst auf die politische Gesinnung geachtet hätte, sondern darauf dass dies ein christlicher Bruder und christliche Schwester ist. Diese Menschen brauchen wahrscheinlich genauso Unterstützung und Hilfe wie vom Krieg flüchtende, nur auf eine andere Art und aufgrund anderer Gegebenheiten. Möge Jesus euch segnen

  2. Ja, das mag sein. Es ist zwar immer etwas schwierig, wissen zu können, was Jesus gesagt oder getan hätte, könnte aber in die Richtung gehen. Satire ist ja eigentlich dazu da, um eine Sache überspitzt darzustellen. Es geht mir hier ja auch nicht darum, eine Gruppe gegen die andere auszuspielen. Klar, es gibt Menschen, die sich wahrscheinlich zu wenig beachtet und vertreten fühlen in Deutschland und um die muss man sich natürlich genauso kümmern. Es ist aber nicht gut, wenn man dann die Flüchtlinge gegen sie in Stellung bringt und so tut, als müsste da, in einem der reichsten Länder der Welt, eine Konkurrenzsituation entstehen.

  3. Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Gezielt Menschen gegeneinander aufzubringen ist etwas, was mit Sicherheit nicht richtig sein kann. Sowas ist niemandem von Nutzen und verhärtet die Fronten bis es irgendwann zu spät ist.

    Wünsche noch einen schönen, vielleicht auch verschneiten, Sonntag 🙂

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