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Diesel-Nachrüstung würde 1500 € kosten

Es ist eine Sache, von der Matthias Müller nichts wissen will. Der Chef des Volkswagenkonzerns stellt sich auf den Standpunkt, dass Nachrüsten von Dieselfahrzeugen in der Art, dass man danach weiterhin mit seinem Fahrzeug in die Innenstädte fahren dürfte, zu teuer und zu aufwändig sei.

Man darf dieses Statement wohl in die Richtung verstehen, dass ein Volkswagen-Konzern lieber Autos, die ein paar Jahre alt sind, beispielsweise 4, als alt bezeichnet, dafür eine Prämie zahlt, damit diese dann verschrottet werden und der Volkswagenkonzern neue Autos verkaufen kann. Nachhaltigkeit sieht ein bisschen anders aus.

Wäre da nicht Markus Hauser mit seiner Firma Baumot. Er rüstet mit seiner Firma bereits in London die roten Busse um, sodass sie mit wesentlich weniger Schadstoffen durch die Stadt fahren können. Und er hat ein System entwickelt, mit dem Autos nachgerüstet werden können, welches die giftigen Stickoxide nahezu vollständig herausfiltert, nämlich bei einem VW Passat beispielsweise bis zu 90%, wie der ADAC auf Anfrage bestätigte. Dies beschreibt die Wochenzeitung „Die Zeit“ in der Rubrik Wirtschaft mit dem Titel „ein Mann rüstet nach“.

Denn eine schlampige Nachrüstung von Fahrzeugen, wie der VW Markenchef Herbert Diess behauptete, ist das Ganze laut Hausser und dem Artikel der ZEIT keineswegs. Vielmehr ist es eine verhältnismäßig günstige Möglichkeit, auch alte Diesel weiterhin fahren zu können, was natürlich den Geschäftsinteressen eines Volkswagen-Konzerns mächtig entgegenläuft.

Dann bräuchte man eigentlich nur noch ein wenig schnellere Behörden. Der Zulassungsprozess dauert derzeit nämlich bis zu zwei Jahre. Da könnte man doch sicher ein bisschen auf die Tube drücken. Würde natürlich einen gewissen Konzern ebenfalls nicht sonderlich freuen.

2 Kommentare

  1. Moin.
    Das leidige Thema für Dieselfahrer. Dazu kann ich zweierlei berichten:
    1. Ein Freund hatte sich erkundigt, seinen ~ 5 Jahre alten Euro5-Passat umzurüsten. Aus anfänglich mal genannten 1.500 € sollten dann schon > 2.000 € werden und wie er mir erzählt hat, kamen ihm die Angaben über die Garantie und die nach einem Umrüstung weiterhin gültige Betriebserlaubnis für seinen Pkw ziemlich schwammig vor. Aufgrund dessen hat er Abstand von einer Umrüstung genommen.
    2. Ich hatte bis vor kurzem einen Euro4-Diesel und wäre in den Genuss einer der angebotenen Dieselprämien gekommen. Schnell habe ich die Erfahrung gemacht – bei verschiedenen Autohäusern / Hersteller – dass ich auch ohne meinen alten Diesel abzugeben, sprich verschrotten zu lassen, fast ebenso viel Rabatt aushandeln konnte wie mit der Dieselprämie. Nicht ganz, aber fast. Nur ohne Dieselprämie hätte ich meinen alten Diesel noch verkaufen können und wäre finanziell unter dem Strich in jedem Fall besser gefahren.
    Wer heute noch einen alten Euro4-Diesel kauft? Auf alle Fälle bin ich ihn ohne große Probleme los geworden und haben mir einen „jungen gebrauchten“ Euro6-Diesel gekauft.
    Grüße von der Ostsee

  2. Wir konnten unseren alten Diesel 5 auch noch relativ vernünftig in Zahlung geben, allerdings war das noch ziemlich zu Beginn dieser ganzen Dieselgeschichte.

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