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Was meint der Begriff Earth overshoot day?

Alle Welt verwendet seit einiger Zeit die Vokabel Nachhaltigkeit, aber nicht jeder weiß wohl genau, was damit eigentlich gemeint ist.

Dazu ein Beispiel. Angenommen, Sie hätten eine Millionen Euro auf dem Konto und die Bank würde Ihnen jedes Jahr 3% Zinsen zahlen, was sie zwar derzeit nicht tut, aber egal, es ist ja rein hypothetisch gedacht, dann hätten Sie im Jahr 30000 € Zinsen. Verteilt auf 12 Monate hätten Sie in jedem Monat 2500 € zur Verfügung.

Würden Sie mit diesen 2500 Euro monatlich verantwortlich wirtschaften, hätten Sie zu Beginn des nächsten Jahres wieder ihre 1000.000 Euro auf dem Konto, die Sie weiter nicht angetastet hätten, und würden dementsprechend wieder 30.000 € bekommen, also wieder 2500 € für jeden Monat.

Wenn aber die 2500 € monatlich für Sie zu wenig wären und Sie stattdessen z.b. 3000 4000 Euro monatlich verbrauchen würden, würden Sie damit auch ihre Million anbrechen und die Zinsen im nächsten Jahr würden nicht mehr von der Millionen berechnet werden, sondern von einem geringeren Betrag. Da Ihnen aber schon die 2500 € monatlich nicht gereicht hätten, würde der nun geringere Betrag natürlich noch weniger ausreichen und Sie würden in eine Negativspirale hinein kommen.

Nachhaltigkeit heißt nun, so zu wirtschaften, dass Sie nur die 2500 € monatlich verbrauchen, ihre Ressourcen, die eine Million Euro auf dem Konto, aber nicht anrühren.

Bei Nachhaltigkeit geht es aber nicht um Geld, sondern um Ressourcen, um Rohstoffe also. Einerseits um nachwachsende Rohstoffe, die jedoch auch endlich sind, also begrenzt. Beispielsweise Getreide steht nicht unbegrenzt zur Verfügung, weil man dafür beispielsweise die entsprechenden Anbauflächen haben muss.

Dann gibt es noch Rohstoffe, deren Verfügbarkeit eingeschränkt ist, wie beispielsweise Erdöl oder Aluminium. Zwar erzählte man uns in der Schule schon, das Erdöl werde bald zu Ende sein, aber mit immer raffiniereren Fördermethoden reicht es derzeit immer noch. Da das Erdöl aber über Jahrmillionen hinweg entstanden ist, könnte es nun nicht ohne weiteres im großen Stil nachproduziert werden. Es gibt zwar Ansätze, Erdöl selbst herzustellen, inwiefern die aber im großen Stil bzw überhaupt erfolgreich sind, bleibt abzuwarten. Bis dahin muss man davon ausgehen, dass Erdöl tatsächlich ein begrenztes Gut ist. So auch Aluminium, weitere Metalle und seltene Erden.

Der earth overshoot day nun ist der Tag, an dem die Ressourcen eines Jahres aufgebraucht sind.

In den 70er Jahren lag dieser Tag noch im zweiten Drittel des Dezembers, was ja noch einigermaßen funktionieren mag. Im Jahr 2017 lag er am 2. August. Ab dem 3. August also begann die Welt rein rechnerisch, ihre 1000.000 Euro anzutasten, um weiter existieren zu können. Diese Negativspirale gibt es nun schon seit vielen Jahren.

Um ihr zu entkommen, müssten möglichst alle Menschen auf der Welt verantwortlicher mit den Ressourcen umgehen. Zum einen durch die Vermeidung eines zu hohen Konsumverhaltens, was ja dazu führt, dass immer wieder nachgekauft werden muss. Zum anderen durch Recycling. Alte Kleidung beispielsweise und noch funktionierendes Schuhe bräuchten nicht weggeworfen zu werden, sondern können zur Wiederverwertung gegeben und so von anderen Menschen genutzt werden.

Die Alternative wäre, dass man sich noch zwei weitere Erden baut, also zwei weitere Planeten, welche die Rohstoffe für die eine, unsere Erde liefern. Aber dies wäre natürlich ein relativ aufwendiges Verfahren.

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