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Nein, meine Söhne geb ich nicht

Kann man Politik mit der Bergpredigt machen? Mit dem radikalen Pazifismus, der im Evangelium nach Matthäus, Kapitel 5 bis 7, steht?

Nein und ja. Wenn der böse Nachbar es einem böse meint, kann man natürlich versuchen, friedlich zu reagieren. Allein durch den Gedanken an diese Option ist die Bergpredigt schon wirksam. Nicht auf jede Gewalt muss oder sollte mit Gewalt reagiert werden.

Dennoch ist die Welt nicht so, dass man nur die andere Wange hinhalten müsste, wenn einem auf die eine Wange geschlagen wird. Diese Art von Pazifismus mag zwar, wenn man zum Märtyrer wird, weite Kreise ziehen, aber sie kann zunächst auch einmal viele Menschen in die Unfreiheit führen oder in Schlimmeres.

Politik ist also in einer Dilemmasituation. Wie man es macht, es ist falsch. Der reine Pazifismus ist wahrscheinlich immer nur ein Ziel, das es anzuvisieren gilt, der Realismus sagt aber andererseits, dass eine gewisse Drohkulisse, die man aufbaut, den Frieden ebenfalls garantieren kann.

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Ohne dieses Spannungsfeld auflösen zu können, sei hier das Lied „nein, meine Söhne geb ich nicht“ von Reinhard Mey verlinkt. Es macht auf ruhige, aber doch eindringliche Art deutlich, was Krieg eigentlich bedeuten würde.

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