Was ist das Leben und was der Tod ?

Über das Leben und den Tod kann man lange philosophieren und wird wohl immer zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

Ein Gedanke Senecas, des berühmten römischen Philosophen und Erziehers sowie Beraters von Kaiser Nero, hat aber, wie ich finde, die Jahrtausende überdauert. Er ist hier im Folgenden einmal wiedergegeben.

In hoc enim fallimur, quod mortem prospicimus: magna pars eius iam praeterit; quidquid aetatis retro est mors tenet.

(Lucius Anneus Seneca, Epist. morales 1)

Denn darin täuschen wir uns, dass wir in die Ferne auf den Tod blicken: ein großer Teil von ihm ist nämlich schon an uns vorbeigezogen. Denn was auch immer an Zeit zurück liegt, gehört dem Tod.

Positiv formuliert hört sich das dann so an. Das, was wir haben, ist stets der Augenblick und die Gegenwart sowie die Hoffnung auf Zukunft. Zudem ist es unsere Erinnerung, die unsere Gegenwart und Zukunft prägt. Vivamus atque amemus, wie Catull in seinem Lesbia-Gedicht sagt. Lasst uns leben und lieben. Sowohl den Augenblick, als auch die Zukunft, die wir erhoffen dürfen, als auch die Menschen, die mit uns auf unserer Reise durch das Leben sind.

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4 Gedanken zu “Was ist das Leben und was der Tod ?

  1. Was für die Geisterstunde: ….Im Augenblick der Geburt dringt ein „Energie- oder Geistwesen“ in den Körper ein. Leben…..Durch den kann dieses Wesen Tätigkeiten vollrichten, die es ohne den passagären Körper nicht tun könnte. Im Augenblick des Todes entweicht langsam dieses Wesen und der Körper hat keine Funktion mehr, wird in seine Bestandteile zerlegt. Tod für den Körper…..Was mit dem Geistwesen dann geschieht ist die Frage. Muß es dann weiter als Geistwesen existieren und sich eine neue Hülle suchen, oder es geht dann für immer in ein Kollektiv von Geistwesen ein, die zusammen dann eine Funktion übernehmen. Vielleicht in einer anderen Dimension. In diese kommt man nur über den Umweg über die Erde……Interessant ist zu wissen, ob man sich dann aussuchen kann, ob man das überhaupt will. Denn vor der Geburt dürfte ja niemand gefragt werden. Also meine ich Reinkarnation oder Geistkollektiv. Kann aber auch das Geistwesen im Augenblick des Todes auch entsorgt werden. Wo werden diese Geistwesen aber produziert? Je mehr man nachdenkt, desto mehr Fragen und unangenehme Gefühle entstehen.

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  2. so, jetzt habe ich ein bisschen mehr Zeit als vorhin und habe natürlich schon eine Antwort. Man könnte es sich platonisch so vorstellen, dass das Göttliche, das auch kreativ ist und unter anderem das Universum und das Leben darin erschaffen hat, sich, vielleicht weil es das will, selbst in die Welt hinein begibt, in die dort erschaffenen Lebewesen, oder zumindest in die Menschen vielleicht. So, dass in jedem Menschen der Funke von etwas Göttlichem leuchtet, wie es auch in der Genesis der Bibel beschrieben wird, der Mensch als Ebenbild Gottes. Wenn ein Mensch körperlich stirbt, kehrt der Seelenfunke zurück ins Göttliche.

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