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Wird man durch Sport eigentlich schlank?

Die einfache antwortet ja, aber. Wenn man dauerhaft Gewicht reduzieren möchte, ist Sport hilfreich, aber weit nicht so einflussreich, wie allgemein angenommen. Viel wesentlicher ist die Art der Ernährung.

Zum einen ist wichtig, nicht mehr Kalorien zu sich zu nehmen, als der Körper braucht. Bei Frauen liegt der tägliche Kalorienbedarf etwa bei 2000 Kilokalorien, bei Männern etwa bei 2500, wobei hier noch mal zwischen Größe und Alter zu differenzieren ist. Ältere Menschen haben einen langsameren Stoffwechsel, wodurch sie leichter Fett einlagern und zunehmen.

Wenn man sich beispielsweise so ernährt, dass man täglich 100 Kilokalorien zu viel zu sich nimmt, kann das im Jahr eine Gewichtszunahme von 3 Kilo bedeuten. In zehn Jahren dementsprechend 30 kg.

Je nach Körper ist es unterschiedlich, wie gut verschiedene Nahrungsmittel verstoffwechselt werden und dementsprechend auch in Fett eingelagert werden oder nicht. Generell sollte man, wenn man Gewicht dauerhaft reduzieren will, nicht eine Diät machen, denn bei einer Diät geht man davon aus, dass sie irgendwann zu Ende ist und man dann wieder fressen dürfe, wie man wolle.

Stattdessen muss man eine dauerhafte und anhaltende Änderung der Ernährungsgewohnheiten anstreben. In dieser Hinsicht sollte man besonders auf Vollkornprodukte und ballaststoffreiche Ernährung wie Obst setzen. Denn derartige Nahrungsmittel werden vom Körper nicht so leicht verarbeitet und setzen dementsprechend auch weniger Fett an. Zudem machen sie langanhaltend satt.

Wer beispielsweise eine Fitness-App hat, kann die Qualität dieser App schon daran bemessen, ob sie einen auf einen sehr wichtigen Sachverhalt aufmerksam macht. Nämlich darauf, dass es nicht allzu viel Sinn macht, mehr als ein halbes Kilo pro Woche abnehmen zu wollen. Wer mehr abnehmen will, kann dies kurzfristig zwar bewerkstelligen, dürfte langfristig aber wieder ganz schnell in die alten Essgewohnheiten zurückfallen.

Im Jahr 2014 gab es weltweit 600 Millionen Erwachsene, die adipös waren, also fettleibig. In Deutschland sind 67% der Männer und 53 % der Frauen übergewichtig, ein Viertel der Erwachsenen ist fettleibig. Tendenz weiter steigend.

Da Fettleibigkeit das Risiko erhöht, an Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und verschiedene Krebsarten zu erkranken oder sogar zu sterben, macht es Sinn, einmal über die Essgewohnheiten nachzudenken.

Ist eine Gewichtsreduktion erst einmal erfolgt, kann sie durch regelmäßigen Sport gut beibehalten werden. Sport generell ist gut, der zentrale Punkt bei der Gewichtsreduktion ist jedoch die Veränderung der Essgewohnheiten, die durch Sport etwas ergänzt werden kann.

Drum stellen Sie sich doch einmal, wenn Sie so einen ganz ehrlichen Moment haben, selbst die Frage: fresse ich noch oder esse ich schon?

Unter dem Begriff Fressen würde ich in diesem Zusammenhang den unkontrollierten Verzehr von Lebensmitteln ansiedeln, welche einen immer dicker machen. Mit dem Begriff Essen meine ich hier den reflektierten Umgang mit Lebensmitteln, die einem helfen, Gewicht abzubauen und dauerhaft auf reduzierter Stufe zu halten. Für ein längeres und gesünderes Leben.

Wenn Sie es wollen, bekommen Sie das hin. Da bin ich mir ziemlich sicher.

Ach ja, und Sport verbessert natürlich Ihr allgemeines Wohlbefinden und hält den Körper fit. Deswegen sollte man Sport durchaus machen. Wer aber wenig Zeit hat, sollte sich bewusst sein, dass als Sport auch schon gelten kann, wenn man die Treppen nimmt statt den Lift, wenn man nicht mit der Bahn in die Arbeit fährt, sondern lieber einen längeren Fußmarsch macht, wenn man statt das Auto lieber das Fahrrad nimmt. Klingt einfach, ist es auch und es ist zudem auch effektiv. Lieber jeden Tag ein bisschen Bewegung, als einmal im Monat eine Stunde joggen.

Eine umfangreiche Analyse zum Thema kann man hier noch einmal nachlesen.

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