Mitten im Leben

Sind wir vom Tod umgeben. Ob wir das nun wollen oder nicht. Und je älter man wird, desto mehr Menschen kennt man zwangsläufig, die auch irgendwie mit diesem Thema konfrontiert werden, und zwar nicht irgendwie nur theoretisch, sondern die entweder krank sind, sehr krank oder gerade am Sterben.

Ein wenig Glück im Unglück liegt darin, dass es in meinem Fall Menschen sind, die ich zwar kenne, die aber gedanklich und emotional nicht so nah an mir dran sind, dass es nun ganz dramatisch wäre. Traurig ist es aber allemal.

Da ist die Cousine, die gerade im Sterben liegt, überall Metastasen. Da ist der Mann einer Frau, der Krebs bekommen hatte und glaubte, ihn mit Vitaminen beseitigen zu können. Leider hat er falsch geglaubt und ist heute gestorben. Da ist eine entfernte Freundin meiner Frau, die ebenfalls Krebs bekam, den man zuwenig behandelte, Metastasen im Kopf, schwer krank. Da ist ein entfernter Bekannter, der eine oder mehrere Hirnblutungen bekam und seit Monaten im Koma liegt, die Chancen stehen schlecht. Und dann gibt es noch jemanden, der beim Herzkatheter war, wobei hier alles gut gegangen ist und jemanden, bei dem die Nieren Probleme machen. Für sie alle bete ich.

Alt werden ist nicht leicht. Alt werden ist etwas für Mutige. Und trotz allem können wir vielleicht etwas Hoffnung daraus schöpfen, dass Gott höchstpersönlich das alles durchgemacht hat, als er sich in Jesus den Menschen zeigte. Er erlebte, wie es ist in den tiefsten Niederungen des Menschseins, wenn man gefoltert wird, ans Kreuz geschlagen und dort glaubt, Gott hätte einen verlassen. Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen, ruft Jesus höchstpersönlich zu Gott, als er am Kreuz hängt, den nahen Tod vor Augen. Gott weiß spätestens seit dieser Begebenheit, wie man sich als Mensch so fühlen kann in manchen Situationen. Krank, schwach, verlassen, hoffnungslos.

Dennoch, so die Hoffnung, bleibt es nicht dabei. Jesus ist auferstanden. Der Tod ist nicht das Letzte. Deshalb haben auch wir Menschen die Hoffnung, dass wir niemals tiefer fallen können, als in die Hände Gottes. Auch, wenn es auf uns erst einmal so wirken mag.

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