Höflichkeit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr

Es gibt Menschen, es gibt höfliche Menschen und es gibt unhöfliche Menschen. Gestern habe ich seit langem mal wieder einen Newsletter per Hand herum geschickt. Was zurück kam, war nicht ganz im Sinne Knigges.

Schon seit einigen Jahren laufen die Newsletter der theolounge völlig automatisch. Man trägt sich ein, bekommt dann immer mal wieder einen Newsletter und kann sich ebenso leicht austragen. Vor einigen Jahren verschickte ich die Newsletter aber noch per Hand, unten stand dann immer ein Link zur Abmeldung drin. Das Abmelden ging im Grunde ganz einfach, nur die E-Mail mit dem Betreff „abmelden“ zurücksenden. Fertig.

Die E-Mail gestern, die ich verschickte, sollte mal wieder die Leute, die generelles Interesse an der theolounge gehabt hatten, darauf aufmerksam machen, dass diese Seite ja noch existiert, die sie vielleicht bereits vergessen hatten. Wie erwartet waren einige der E-Mail-Adressen nicht mehr aktuell und es kamen ein paar Fehlermeldungen zurück. Aber etwa zwei Drittel der Adressen funktionierte noch und der kleine Newsletter, der etwa aus zwei oder drei Sätzen bestand, ging hinaus in die Welt. Falls jemand dabei gewesen sein sollte, der ihn nicht haben wollte, hätte er das ja kurz äußern können. Es gibt aber offenbar Menschen, die nicht die allerbeste Kinderstube genossen haben oder vielleicht gerade einen Ehekrach hatten, oder auch beides zusammen, die dann eben nicht so, wie Knigge es vorgeschlagen hätte, antworten:

„ich habe keinen bock mehr auf die mails die keinen interessieren behaltet euren müll doch mich gibt es unter der Adresse nimmer“

Als Betreff stand bei der E-Mail noch die Information „out of office message“, so dass es sein könnte, dass hier jemand, der seinen Arbeitsplatz oder auch nur seine persönliche E-Mail-Adresse vielleicht vor einiger Zeit einmal gewechselt hatte, seinen Frust in Form eines Autoresponders hinterlassen wollte. Ich konterte mit einem für den mir entgegengebrachten Tonfall meiner Meinung nach relativ höflichen „Pardon!“, worauf aber dieser angebliche Autoresponder dann nicht mehr reagierte. Von daher nehme ich an, dass sich dort am anderen Ende der E-Mail tatsächlich ein Rüpel mit schlechter oder keiner Kinderstube befunden haben könnte. Dies in gleicher Weise zu beantworten und mich auf solch ein niedriges Level der sozialen Pöbelei zu begeben war ich jedoch nicht gewillt.

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