Die stille Zeit

Jetzt kommt sie wieder, die stille Zeit vor Weihnachten. Und mit ihr kommen wieder Leute, die darauf hinweisen, dass ja nicht der Weihnachtsmann gefeiert werde, welcher ein Produkt von Coca-Cola ist, sondern Weihnachten etwas mit Christus zu tun hat. Es gibt dann auch diejenigen, die weihnachtsmannfreie Zonen fordern und sich auf ihre Blogs und Homepages Warnschilder mit durchgestrichenen Weihnachtsmännern anpinnen. Naja, warum nicht. Kann man machen, muss man nicht machen. Ich frage mich, ob es wirklich Menschen gibt, die glauben, wir feierten das Fest des Weihnachtsmanns. Aber vermutlich schon. Vielleicht sind derartige Aktionen dann tatsächlich an aufklärungsbedürftige Adressaten gerichtet. Ist nur die Frage, ob diejenigen dann auch die entsprechenden Blogs lesen. Und dann gibt es noch solche, die darüber betrübt sind, wenn man Christkindlmärkte auf einmal Wintermärkte nennen soll, der politischen Korrektheit wegen. Wobei einen das natürlich tatsächlich etwas nachdenklich machen kann, weil das Weihnachtsfest ja eben tatsächlich auf Christus basiert und die Weihnachtsmärkte diese Zeit der Vorfreude aufgreifen. Insofern sollte es doch okay sein, sie auch weiterhin als Christkindlmärkte bezeichnen zu können. Dann im Umkehrschluss nennt man ja auch nicht das muslimische Zuckerfest oder das jüdische Hanukkah irgendwie anders, wie sollte man es auch nennen. Es wäre dann ja nicht mehr das, wofür es steht. Ich glaube, man sollte in Hinblick auf derartige Bezeichnungen, die sich aus den jeweiligen Traditionen heraus ergeben, einfach ein wenig mehr Entspanntheit an den Tag legen. Dann klappts auch mit dem Nachbarn.

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. fluesterfloh sagt:

    Das mit der andächtigen Stille ist mir einfach ein Rätsel. Noch nie in meinem Leben war die Weihnachtszeit still und besinnlich. Ich bin schon mal erleichtert, dass heute kein Streit mehr herrscht durch Baumdekomeinungen und Feiervorbereitungsstress wie damals in meinem Elternhaus. So ist mir das Singen im Familienkreis das wirklich Besinnliche und Gott-gerichtete. Andere Tage fühle ich mich aber mit meiner morgendlichen stillen Stunde wesentlich näher bei Gott. Geht es nur mir so? Lieber Gruss – auf in die Adventszeit! Es kann ja alles ändern!

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