FDP lässt Regierungsbildung platzen

Das hätte die FDP sich auch ein wenig früher überlegen können. Heute Nacht ließ Parteichef Christian Lindner die Koalitionsverhandlungen platzen. Deswegen muss man sich doch fragen, ob die FDP denn überhaupt regierungsfähig wäre. Denn regieren in einer Demokratie bedeutet, kompromissbereit zu sein. Das Gleiche muss man natürlich auch die SPD fragen, welche bei der Bundestagswahl die zweitstärkste Partei wurde, aber die Regierungsverantwortung bis jetzt ablehnt. Beide Parteien sind künftig sicherlich nicht mehr guten Gewissens wählbar. Denn bei der SPD wäre die Frage, ob die Stimme nicht auch in Zukunft verschenkt wäre. Das Gleiche gilt für die FDP. Wer den Kompromiss nicht kann, kann im Grunde auch keine Regierungsverantwortung übernehmen. Unverantwortlich von beiden Parteien, so mit der Verantwortung für ein großes Land umzugehen, für eines der politisch und wirtschaftlich gesehen wichtigsten Länder Europas. Wie im Kindergarten, nur mit viel gewichtigeren Folgen. Das lässt nun gewisse Politiker nicht wie verantwortungsvolle Personen erscheinen, sondern irgendwie wie Hampelmänner, die nur im Klein-Klein und nur an ihre eigenen parteiinternen Interessen denken. Beiden Parteien geht es nur und ausschließlich darum, welche Vorteile sie vielleicht für sich selber ergattern könnten und wie sie die nächste Wahl vielleicht gewinnen könnten. Das große Ganze und das Gemeinwohl haben sie nicht im Blick. Sollte es Neuwahlen geben und dort die Radikalen weiter Zulauf bekommen, wird man noch schmerzlich an die opportunistischen Absurditäten der FDP und SPD denken müssen.

Der Bundespräsident zum Thema:

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-11/bundespraesident-erwartet-von-allen-parteien-gespraechsbereitschaft

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