Christiane F.

Gestern habe ich damit begonnen, mir einmal den Film „Christiane F., wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, anzusehen. Und bin erschreckt. Und zwar vor allem deswegen, wie jung Christiane F. war. Denn der Film beruht ja auf einer wahren Begebenheit. Christiane wird gerade 13, als sie mitten ins Drogenmilieu hinein schlittert. Und es wäre nicht so, dass sie in irgendeiner Weise das typische Kind oder der typische Teenager wäre, dem das zwangsläufig passieren müsste. Es kommt einfach eins zum anderen. Die Mutter hat einen Freund und von daher ist ihre Aufmerksamkeit gegenüber Christiane doch etwas eingeschränkt, die Schwester zieht aus, nämlich zum Vater, und Christiane befindet sich in einer Lebensphase, in der sie natürlich mit anderen Teenagern Kontakt sucht und auch das Thema Liebe für sie zentral wird. Sie geht mit der falschen Freundin in den falschen Club und trifft dort die falschen vermeintlichen Freunde. Das war es dann auch schon. Naja, vielleicht nicht ganz. Die Mutter ist kaum da, der Vater wohnt woanders. Im Grunde eine dysfunktionale Familie, und weder Vater noch Mutter ist für Christiane oder ihre Schwester wirklich da. Und dann gleitet sie ab in Drogen, Prostitution und ein Leben, welches keines mehr ist. Dramatisch. Es macht deutlich, wie wichtig es ist, Jugendliche gerade in der Phase der Pubertät zu betreuen, ihnen vertrauensvoll zur Seite zu stehen und sie nicht im Stich zu lassen. Denn schnell ist ein Leben verwirkt. Am Schluss des Filmes immerhin ein Hoffnungsschimmer.

Den ganzen Film kann man hier auf YouTube sehen.

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