Manchmal mag man Ruhe haben

Wahrscheinlich kennt jeder, der die modernen Medien nutzt, das Phänomen. Man möchte etwas am Schreibtisch erledigen, aber das Smartphone springt einen magisch an. Facebook ruft, der Newsticker möchte gelesen werden. Da hilft nur tief durchatmen und sich auf das Wesentliche konzentrieren, zumindest es versuchen. Interessant ist der Gedanke, dass diese willkommenen Ablenkungen ja auch deshalb so willkommen sind, weil man sich selbst damit Freiraum schaffen will. Man möchte gewissermaßen sagen, ich muss jetzt nicht arbeiten, ich entscheide selbst, wann ich das tun will. Drum tue ich nun erst etwas anderes. Wenn man sich in dieser Hinsicht jedoch lange genug selbst bestätigt hat, droht das Ganze zu kippen. Dann merkt man, dass es mit der Selbstbestimmung eben doch nicht so weit her ist. Und muss also zurückkehren zum Versuch, konzentriert auf das Wesentliche zu sein. Und das geht dann ja auch, wenn man es will. Die Sache ist letztlich eine Willenssache. Will ich arbeiten oder will ich spielen. Das muss man in jeder solchen Situation einmal grundlegend und immer wieder neu für sich selbst klären. Will ich mich jetzt im Internet verzetteln oder lieber nachher die Zeit haben, um mit Menschen beispielsweise Kontakt zu haben, mit echten Menschen? Denn die sollten in der Regel doch den Vorzug haben.

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