Ist man von der Meinung anderer abhängig?

Zunächst einmal, ja, sicherlich immer irgendwie. Man lebt als Mensch in der Regel in einer Gemeinschaft und dort ist es eigentlich nie egal, was andere über einen selber denken. Gerne redet man es sich manchmal ein, aber je mehr man sich mit dem Gedanken beschäftigt, desto mehr enttarnt man sich wohl selber, dass einem die Meinung anderer eben wichtig ist. Das ist prinzipiell nicht unbedingt etwas Schlechtes, kann aber zu einem Selbstläufer werden, wenn man merkt, nicht mehr frei entscheiden zu können. Wer Entscheidungen nur auf Grundlage einer Antizipation der möglichen Einschätzung anderer trifft, ist alles andere als frei. Manchen Menschen hilft hier vermutlich die christliche Vorstellung, dass man von Gott, der sich in Jesus als ein gnädiger und gütiger und liebender Gott vorgestellt hat, von vornherein angenommen ist, ohne Apriori dafür etwas tun zu müssen oder gar tun zu können. Im zweiten Schritt geht der Gedanke hier weiter, dass man, freiwillig, ein anständiges Leben zu führen bemüht sein soll. Und zwar eines, das Jesus im „Doppelgebot der Liebe“ einmal so zusammenfasst: Liebe Gott und den Nächsten, also den Mitmenschen, wie dich selbst. Voraussetzung: man liebt sich selbst.

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