Insektensterben

In vielen westlichen Ländern ist die Menge an Insekten in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen. Vordergründig mag das manche Menschen zunächst freuen, weil die krabbelnden Wesen ja nicht jedermanns Sache sind. Hintergründig bahnt sich hier aber wohl eine ökologische Katastrophe an. Im deutschen Krefeld wurde seit 1989 die Menge von Insekten gemessen und diese ist seitdem um 76% zurückgegangen. Da Insekten aber beispielsweise die Grundlage für die Ernährung von Vögeln und auch anderen Tieren ist, muss man davon ausgehen, dass dieser starke mengenmäßige Rückgang sich ebenfalls auf andere Tierarten auswirkt. Bienen beispielsweise sind dafür notwendig, andere Pflanzen zu bestäuben. Ohne die Bestäubung durch Bienen werden einige Pflanzenarten in ihrer Population stark zurückgehen. Und hier kommen dann die Menschen ins Spiel, die sich ja auch von Pflanzen ernähren müssen. Verschiedene Gründe kommen für das Insektensterben in Betracht, beispielsweise die intensive Landwirtschaft mit Überdüngung der Felder, der starke Einsatz von Herbiziden, der Insekten orientierungslos macht und somit mittelfristig tötet sowie die Versiegelung von Grünflächen. Auch der hohe Fleischkonsum trägt zu dieser Entwicklung bei, weil er doch eine industriell rationalisierte, hochproduktive und effektiver Landwirtschaft erfordert. Die sich hier anbahnende ökologische Katastrophe wird nun in einem kurzen medialen Aufschrei wahrgenommen, allerdings ist fraglich, ob Konsequenzen in der Politik daraus erwachsen. Ohne Insekten gerät wahrscheinlich das ganze ökologische Gleichgewicht ins Wanken und auch der Mensch dürfte davon maßgeblich beeinträchtigt werden. Jetzt erstmal Langzeitstudien anzustellen dürfte zu lange dauern, die Politik müsste doch wohl ziemlich schnell handeln, um weiteren Schaden von Mensch und Tier abzuwenden. Die Frage ist, ob sie dazu willens ist und die Wähler diese Sache unterstützen würden.

Um noch einen christlichen und auch jüdischen Gedanken hier anzufügen, im Buch Genisis, welches ja in der Thora und der Bibel enthalten ist, wird der Mensch als verantwortlicher Statthalter Gottes auf Erden gesehen. Er soll einer sein, der einerseits kreativ die Welt gestalten kann, andererseits aber das Ganze mit Verantwortung tut. Auf diesen Gedanken sollte man sich sicherlich zurückbesinnen, wenn man auf dieses aktuelle Probleme sieht. Denn wenn der Mensch seiner Verantwortung nicht gerecht wird, wird er es selber sein, der daran leiden wird. Der Mensch zerstört sich gewissermaßen selbst sein Raumschiff Erde, mit welchem er in den unendlichen, lebensfeindlichen und eiskalten Weiten des Weltalls unterwegs ist.

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