The Walking Dead

Es gibt verschiedenste Filme über Zombies und auch einige Serien, die derzeit laufen. Eine davon ist The Walking Dead, auf Amazon Prime musste man offenbar einen anderen Namen wählen und nannte es dort fear of the walking dead. Die Serien und Filme spielen dabei immer mit dem ganz Anderen, mit dem Tod, den sich niemand so recht vorstellen kann. Denn die Zombies bleiben ja nicht im Tod, sondern bleiben irgendwie gegenwärtig, wenn auch auf gruselige Weise verändert. Ich habe es nun endlich über mich gebracht, zwei Folgen auf Amazon Prime zu schauen und glaube, dass ich mit dem Thema wohl nicht weiter machen werde. Zu durchschaubar ist der Handlungsplot, der sich dann offensichtlich auch immer wiederholen wird. Der Beginn war ja ganz interessant, irgendwo entstehen Zombies, keiner weiß warum und wieso, es ist halt einfach so. Und, was es in Horrorfilmen ja immer besonders gruselig macht, nur ein paar wenige haben es am Anfang erkannt, warnen davor, der Rest aber will ihnen keinen Glauben schenken. Aber im Folgenden wird es dann darum gehen, wenn ich mich nicht täusche, dass nun eine Familie, vielleicht auch noch ein paar weitere Protagonisten, insgesamt vor den Zombies fliehen müssen, immer mal wieder in brenzlige Situationen geraten und zum Teil womöglich auch zu Zombies werden. Zwischendrin spritzt Blut und Gedärme fließen. Vielleicht, sofern sie Glück haben, sterben sie auch richtig. Denn dann brauchen sie nicht weiterhin als zerfleischte und blutrünstige Blut fressende Monster umherirren. Zombiefilme, so vermute ich, dienen wohl immer auch dazu, die aktuellen gesellschaftlichen Ängste irgendwie widerzuspiegeln und zu vergegenständlichen. Aber welche Angst könnte es heutzutage sein? Vielleicht einerseits die Angst vor dem Fremden, Flüchtlingen, Ausländern und so weiter, wobei diese natürlich nicht wie Zombies umherlaufen, oder vielleicht vor der Globalisierung? Vielleicht ist es dann etwas anderes. Vielleicht bezieht sich das Ganze auch auf die Arbeitswelt, in der vermutlich immer mehr Menschen das Gefühl haben, wie ein Zombie oder wie eine Maschine funktionieren zu müssen? Anhand dieser Zombieserien kann man dann sehen, wie ein Zombie den nächsten auch wieder zum Zombie machen möchte. Vielleicht liege ich aber auch ganz falsch, und es liegt kein gesellschaftlicher Grundgedanke und keine gesellschaftliche Kritik diesen Serien zugrunde, sondern es geht nur um das Gruseln an sich. Wobei wie gesagt der Plot dann doch ähnlich durchschaubar ist wie bei Rosamunde Pilcher Filmen.

Die Frage, was nach dem Tod ist, wird somit auf gruselige Weise ins Diesseits verlegt. Beantwortet wird sie aber nicht. Stattdessen erzeugt Sie ein wohlig schauriges Dauergruseln, zu dem man dann aus sicherer Entfernung vor dem Fernseher eine Tüte Chips oder ein paar Salzstangen knuspern kann.

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Wortman sagt:

    Fear the Walking Dead spielt weit vor der originalen Serie The Walking Dead und ist komplett eigenständig. Amazon hat da nichts umbenannt.
    Hätte man schon an den Schauspielern gemerkt 😉

    https://polldaddy.com/js/rating/rating.js

  2. theolounge sagt:

    Danke für die Info

  3. Wortman sagt:

    Immer gern geschehen 🙂

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