Man kann im Leben auf vieles verzichten

Aber nicht auf Literatur und Katzen. Dieser Spruch hin oder hängt vielleicht sogar noch längere Zeit in der Nähe einer Rolltreppe in einem Münchner S-Bahnhof. Irgendwie hatte er es leider bis in mein Langzeitgedächtnis geschafft, denn lange Zeit fand ich ihn irgendwie etwas blöd, irgendwie überzogen, irgendwie zu plakativ. Denn auch, wenn ich Katzen prinzipiell mag, könnte ich auf sie ebenso prinzipiell verzichten, zumindest als Hauskatze. Literatur andererseits ist mir mittlerweile wichtig geworden, wenngleich die Zeit zum Lesen nicht immer da ist. Während der Studien früher musste man lesen, heute darf man lesen. Und wer liest, begibt sich gewissermaßen auf eine kleine Lebensreise durch gebündelte Gedanken, die schon einmal gedacht worden sind und durch Erlebnisse, die man sich selber vielleicht ersparen kann, indem man sie literarisch nacherlebt. Literatur kann einen verändern. Kann einen mitreißen. Literatur ist gewissermaßen in Buchstaben geronnenes Leben. Dabei sollte man natürlich auch hier immer die Balance waren. Das Lesen dürfte natürlich nicht an die Stelle des echten Lebens treten, sondern sollte wohl immer eine Ergänzung sein. Und ja, man müsste tatsächlich sehr viele Leute aussuchen und sie zu gewissen Themen befragen, hätte man nicht die Literatur, in welcher diese Themen bereits alle behandelt wären. Komfortabel im Grunde.

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