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Die Rolle der Frau

Manche selbsternannten Islamkritiker hängen sich an freiheitlichen Rechten auf, die sie auf einmal speziellen Frauen zusprechen wollen und nicht etwa generell in der Gesellschaft vielleicht zu wenig umgesetzt sehen, sondern nur speziell im Islam.

Nun bin ich als Christ nicht automatisch ein Verfechter anderer Religionen, z.b. also nicht ein Verfechter des Islam. Zu kompliziert wäre mir diese Religion, in vielen Fällen zu konservativ, in mancher Ausprägung vermutlich auch zu rigide. Dennoch bin ich der Meinung, dass man die Religionsfreiheit, die in Deutschland herrscht, unbedingt einhalten und gewähren sollte. Was allerdings manche sogenannten Islamkritiker, die öfters gerne auch unter der Bezeichnung besorgte Bürger auftreten, so gar nicht wollen. Da wird dann der Islam als politische Ideologie deklariert, eine Religion sei er aber doch gar nicht. Das ist natürlich albern. Klar, jede Religion kann auch politisch eingefärbt agieren, deswegen ist sie aber dennoch nicht Politik, sondern weiterhin Religion.

Wenn nun aber nun in Bezug auf den Islam postuliert wird, die Frau solle dort mehr Rechte haben, ist das im Sinne der allgemeinen Frauenrechte natürlich nicht verkehrt. Man sollte sich aber gerade in Deutschland auch mal an der eigenen Nase fassen, wo man doch erst seit ein paar Jahrzehnten gerade mal die Frau ein wenig von Heim und Herd hervorgeholt hat. In den 60er Jahren nämlich durfte eine Frau kein eigenes Bankkonto haben, es sei denn, ihr gnädiger Göttergatte hätte ihr dies erlaubt. Und arbeiten gehen aus eigenem Antrieb heraus und aufgrund eigener Entscheidung ging für eine Frau ebensowenig, es sei denn, der eben genannte Göttergatte gegenehmigt die ihr dies gönnerhaft. Das vergisst man gerne in der aktuell religiös fundamentalistisch aufgeheizten Debatte. Fundamentalistisch übrigens auch von Seiten der sogenannten Islamkritiker. Denn denen geht es meistens nicht um Toleranz, sondern sie sind große Verfechter der radikalen Intoleranz. Nur ihr Weltbild gilt, nur dies gilt es zu verteidigen. Das geht soweit, dass manche fordern, ein Moslem solle doch einfach seine Religion ablegen, wenn er die Wohnung verlässt.

Für diesen Punkt frag Dich selbst einmal, was dir im Leben wichtig ist. Z.b. Freunde? Dann leg sie doch einfach ab. Familie? Leg sie doch einfach ab. Treue? Leg sie doch einfach ab. Verstanden, was ich meine? Man kann etwas zentrales im Leben nicht einfach mal so ablegen, wenn man in den Supermarkt geht und es zu Hause lassen. Drum ist diese Forderung natürlich verlogen, speziell ein Moslem solle doch eben mal seine Religion zu Hause lassen, wenn er die Wohnung oder das Haus verlässt. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen.

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