Am Mittwoch verließen wir Orlando mit dem Flugzeug. Zunächst konnte es wegen eines heftigen Gewitters nicht starten, dann der rettende Flug nach Charlotte, North Carolina. Der Anschlussflug war verpasst, es ging auf einer langen Odyssee über Heathrow nach Frankfurt und schließlich zurück nach München. 35 Stunden Reise. Dennoch waren wir heilfroh, dem bevorstehenden Unglück noch rechtzeitig entkommen zu sein. Die Angestellte an der Rezeption unseres Hotels fragten wir, ob sie dann auch fliehen würde. Sie sagte nein, sie könne nicht, sie müsse hier weiter arbeiten. Und sie würde hier in der Gegend wohnen. Das machte uns unglaublich betroffen. Wir konnten weg, sie konnte es nicht. Mittlerweile ist sie vermutlich auch irgendwo in dem langen Autotorso unterwegs, der sich Richtung rettenden Norden schiebt. Vielleicht. Vielleicht sitzt sie aber auch in ihrem klapperigen Holzhaus und hofft, den größten Wirbelsturm aller Zeiten einigermaßen heil zu überstehen. Florida, wie wir es erlebt haben, wird es womöglich nicht mehr geben. Alle Fotos, die wir gemacht haben, sind möglicherweise Geschichte. Das macht einen sehr betroffen und unglaublich traurig. Noch schlimmer ist natürlich die Lage auf den Karibikinseln, die förmlich bis zur Unkenntlichkeit verwüstet wurden. Dennoch ist einem in diesem Augenblick natürlich Florida gedanklich näher, weil man selber eben noch dort war. Man kann nur noch beten.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-09/hurrikan-irma-miami-florida-usa-unwetter-wirbelsturm-atlantik-jos-sturm

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