Viele Science-Fiction Filme und Serien spielen mit dem Gedanken, wie es wäre, wenn es extraterrestrisches Leben gäbe. Bei Star Trek ist dieses Leben teils den Menschen freundlich gesinnt, teils feindlich. In dem Filmklassiker Alien, von dem gerade wieder eine Folge ins Kino gekommen ist, handelt es sich um das schlechthinnige Böse, das sich dort den Menschen zeigt. Das Alien ist in dieser Filmreihe alles, wovor der Mensch in seiner​ Evolution gelernt hat, sich zu fürchten. Schleimig, mit spinnenartige Beinen, insektenartigem Äußeren und fast absolut unbesiegbar.

Seit vielen Jahren bereits sucht das SETI Programm nach Leben irgendwo im Weltall da draußen, bislang jedoch ohne Erfolg. Das Gegenstück dazu ist das Messaging-Programm, genannt METI, mit dem man versucht, auf die Menschheit in den Tiefen des Weltalls aufmerksam zu machen. Hier werden jedoch die Stimmen auch in Fachkreisen lauter, dass man doch erst einmal darüber nachdenken solle, ob es für die Menschheit denn überhaupt von Vorteil wäre, von möglichen anderen Lebensformen entdeckt zu werden.

Wie auch immer, gefunden wurde bisher absolut: nichts. Es tickern zwar immer mal wieder Berichte von erdähnlichen Planeten durch die Medien, Leben gefunden wurde jedoch trotzdem nicht. Im Grunde gibt es aber zwei Alternativen. Entweder, es wimmelt da draußen nur so von Leben, oder die Menschheit lebt gewissermaßen in einem Garten Eden auf der Erde inmitten der unendlichen Schwärze, eisigen Kälte und Einsamkeit eines unbelebten Universums. Es wird gerne vorgebracht, wenn es denn Leben außerhalb der Erde gäbe, hätten wir davon doch nur deshalb nichts mitbekommen, weil der Zeitraum der menschlichen Geschichte einfach zu kurz sei. Zivilisationen, die beispielsweise vor 2 Millionen Jahren irgendwo in Alpha Centauri gelebt hätten, hätten wir natürlich einfach nicht wahrnehmen können. Das ist die eine Theorie. Die Frage dazu aber lautet, wenn es denn also nur so von Leben wimmelt in einem auf Leben ausgerichteten Universum, warum man dann nicht doch irgendwelche Radiowellen oder andere Informationswellen, die ja von allen möglichen Zivilisationen über die Jahrmillionen hinweg abgegeben worden sein müssten, irgendwo auffangen und finden könnte. Man findet aber nichts.

Die nächsten Jahrzehnte oder Jahrhunderte werden wohl mehr Klarheit bringen in dieser Frage. Sollte es aber dann doch so sein, dass das menschliche Leben das einzige um Universum wäre, würde das bedeuten, dass es etwas unglaublich einzigartiges ist und dass Evolution nicht einfach so vonstatten geht, sondern es eine unglaublich große Anzahl von Zufällen braucht, damit sie überhaupt in den Kinderschuhen erstmal beginnen kann und sich aus unbelebter Materie Leben entwickeln kann. Dann würde die Frage nach Gott aus dem leeren Universum zu uns Menschen laut hervorrufen.

Aber selbst, wenn unzählige Lebensformen dort draußen nur so wimmeln sollten, ist die Frage nach allem Ursprung, die nach Gott, natürlich trotzdem in keiner Weise obsolet.

Verlassen wir dennoch diesen Text einmal mit der Vorstellung, wir könnten möglicherweise völlig allein in den unendlichen und kalten Weiten des Weltraums sein. Einzigartig in unserer Komplexität, hervorgegangen aus verschiedenen Explosionen von Gaswolken, die Materie und Kohlenstoff erst ermöglichten, den Grundstoff des Lebens. Eine schier endlose Aneinanderreihung von Zufällen, die schließlich in Leben mündet. Was für eine Vorstellung.

Ein Kommentar zu „Was, wenn wir im Weltraum doch völlig allein wären?

  1. Und wir fragen uns nach dem Sinn des Lebens und beschweren uns über die volle Bahn am Morgen.
    Wie sind alle auf der einen Seite so unfassbar klein und auf der anderen Seite alle anders und wertvoll. Zumindest ist das meine Ansicht auf die Dinge.
    Wer weiß. Ob wir gefunden werden oder selber finden, liegt sowieso nicht in meiner Hand, von daher: Ich lass mich überraschen 😀
    Liebe Grüße, Finnja

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