Hier ein Versuch, den Johannesprolog modern auszudrücken.

Am Anfang von allem stand das Bewusstsein. Und das Bewusstsein gehörte zu dem Urgrund allen Seins und aller Existenz und dieser Urgrund war das Bewusstsein.

Seit Anbeginn von allem waren dieser​ Urgrund und das Bewusstsein ein und dasselbe.

Das gesamte Universum wurde von diesem Bewusstsein hervorgerufen und es gibt nichts, was ohne es entstanden wäre.

In ihm und durch es war das Leben erst möglich, und weil dieses Bewusstsein lebendig und voller Lebensfreude war, bildete es auch die Quelle allen Lebens und der Menschen.

Diese Quelle des Lebens leuchtet wie ein Licht in die Finsternis menschlichen Lebens hinein, und die Finsternis vermochte es nicht, dieses Licht irgendwie zu beseitigen.

Hier nun im Orginal, Johannes 1.

Das Wort

1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. 

2 Dasselbe war im Anfang bei Gott. 

3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. 

4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. 

5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen. 

Zwei Bekannte auf Facebook haben den Artikel zum Anlass genommen, sich eigene Gedanken zum Johannesprolog zu machen und ihn ins Hier und Heute zu übersetzen. Lesen Sie hier weiter.

Frank J. Martens:

Oder die Zeit: Im Anfang – war die Zeit und die Zeit war bei Gott und Gott war die Zeit. Alle Dinge sind durch die Zeit gemacht. Und die Zeit kam in die Welt. Jedermann und Jedefrau nahmen sie begeistert auf. Ohne die Zeit war nichts mehr denkbar, nichts mehr machbar; sie war das Leben der Menschen, war ihr Licht. Und Jedermann und Jedefrau und jedes Kind wurden selbst Zeugen der Zeit: Ja, wir sind hier, weil du es willst, weil du unter uns, mit uns bist; wir brauchen dich!

Doch es geschah mit der Zeit, dass etliche sie – vergaßen. Das kann passieren, wenn man ständig etwas um sich hat. Etliche vergaßen die Zeit. Nicht sofort, nein, aber immer mehr. Erst die Stunden, dann die Tage, die Jahre und so fort. Nur manchmal, da machte sich, besonders bei den Älteren, ein seltsames Gefühl breit und ein Seufzer ließ sich vernehmen: Wo ist bloß die Zeit geblieben?!

Und anderen geschah es mit der Zeit, dass sie ihnen einfach lästig wurde. Das kann passieren, wenn man etwas ständig um sich hat. Die Zeit ging ihnen immer mehr auf die Nerven. Allein, wenn sie sie kommen sahen, dann stöhnten sie laut: Ach du liebe Zeit! Und sie versuchten, die Zeit zu vertreiben – aus ihren Häusern, ihren Familien, aus ihren Gedanken, ihrem Leben. Manche, so geht das Gerücht, sollen sogar versucht haben, sie totzuschlagen. Aber wer gibt das schon gerne zu?

Und letztlich ging es nicht wenigen mit der Zeit so, dass sie sie nicht mehr verstanden, ja, dass die Zeit ihnen gerade unheimlich vorkam. Auch das kann passieren, wenn man etwas ständig um sich hat. Dier Zeit redete mit ihnen, aber sie konnten sie nicht begreifen; sie wurde ihnen fremd; die Zeit wurde für sie böse, wurde zu ihrem Feind.

Im Anfang war die Zeit und die Zeit nahm Wohnung unter den Menschen. Sie war ihr Leben. Doch die Menschen verstanden die Zeit nicht mehr, sie vertrieben oder vergaßen sie einfach. Und mit der Zeit vertrieben und vergaßen sie auch – ihr Leben. Nicht, dass die Menschen aufhörten zu arbeiten, zu lieben, zu essen oder zu schlafen. Ganz im Gegenteil: Sie arbeiteten mehr denn je; sie liebten schneller als zuvor sie fraßen bis zum Platzen und tranken sich in den Schlaf der dumpfen Bewusstlosigkeit. Aber das Leben der Menschen ging weiter – und vorbei.

Mathias Störmer:

Urgrund war das, was alles ins Leben ruft, 

und was alles ins Leben ruft, war bei dem, der uns rief.

Schöpfergottes Stimme! Im Anfang von ihm ausgegangen.

Alles von ihm ins Dasein gerufen, und nichts lebt, ohne dass ER spricht.

In IHM das Leben – Licht aus der Finsternis gesprochen, damit wir IHN sehen. 

Lichtruf, aller Finsternis zum Trotz!

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