Danke, David Cameron, kann man sagen, danke dafür, dass Sie, gut bezahlter Premierminister, der sich um komplizierte politische Fragen von Berufs wegen zu kümmern gewählt worden war, nichts besseres zu bieten hatten, als ein uninformiertes Publikum über einen EU-Austritt abstimmen zu lassen, auf welches sich sodann Presse stürzt, die in Großbritannien zudem einseitig polemisierte. Jetzt haben Sie und wir den Schlamassel. Beziehungsweise: Sie haben ihn nicht. Wir haben ihn.

Danke auch an die Demagogen Nigel Farage und Boris Johnson, von denen der erste gleich mal Reißaus nahm und mit den Folgen seiner Polemik gar nichts mehr am Hut haben wollte und will. Sie beide werden sicher Ihre Schäfchen schon längst ins Trockene gebracht und finanziell vorgesorgt haben, I guess ? Schön für Sie. Nigel Farage hat angekündigt, Großbritannien zu verlassen, sollte der Brexit ein Desaster werden (was man ja annehmen muss). Für viele Briten und dort lebende EU-Ausländer beginnt nun wohl ein Drama, das Sie persönlich aber kaum tangieren dürfte. Und auch viele EU-Bürger wird es wohl treffen.

Ja, auch Sie werden leiden Bankrotte Regionen, verarmte Krankenhäuser, überfüllte Gefängnisse: Der Brexit wird alle in Europa treffen. Und niemand übernimmt die Verantwortung für den Schlamassel. Ein Gastbeitrag von Jan Zielonka, Oxford

Quelle: Brexit: Ja, auch Sie werden leiden | ZEIT ONLINE

Ein Kommentar zu „Wie Sie persönlich unter dem Brexit leiden werden

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