Es sind nur zehn Jahre und dennoch eine Ewigkeit. Die Zeit damals ist mit der heutigen irgendwo nicht zu vergleichen. In dieser Zeit entstand bei mir der Gedanke, ob man der Welt nicht ein wenig mehr Hoffnung geben könnte, ein wenig selbst dazu beitragen könnte, dass Menschen hoffnungsvolle Gedanken bekommen und die Welt mit anderen Augen zu sehen lernen. Zyniker würden nun sagen: ha ha, da lach ich doch drüber. Aber Zyniker werden hier nicht gefragt, zumal sie mit ihrem Zynismus ohnehin oft eigene Unsicherheiten zu überspielen versuchen.

Und so entstand dann dieser Blog, die theolounge. (Eigentlich gibt es sie schon seit 2006, aber seit 28.3.2007 in der Form eines Blogs). Meine Sorge damals war irgendwie, dass ich dann ja jeden Tag in etwa oder vielleicht auch jeden zweiten oder dritten wieder etwas schreiben müsste. Dass ich mich also an diese theolounge ketten würde, obwohl ich gar nicht genau wusste, ob ich das denn durchhalten könnte, wollte und würde. Aber irgendwie wurde das Ganze dann ein Selbstläufer, der auch Spaß machte, und glücklicherweise kamen auch Mitschreiber mit dazu, manche gingen auch wieder, aber alle kenne ich irgendwie noch. Bis auf einen, der ist leider vor 2 Jahren gestorben. In der Blüte seines Lebens.Ihn kannte ich nur übers Internet, erschüttert hat es mich aber trotzdem. So um die Vierzig war er. Storch. So hieß er. Er weiß nun sicherlich mehr über Gott, als jeder von uns sich irgendwie entfernt nur vorstellen kann.

Dass mehrere Blogger hier mittlerweile mitschreiben ist auch ein ziemlicher Segen, zu sehr verrennt man sich sonst doch gerne in seine eigenen Gedankenkreise, heute nennt man das Blasen; jeder Mensch hat die Tendenz, in einer eigenen Blase zu leben, mit den Themen, die ihn interessieren und den Menschen, die ihn prägen. Wenn man zu viel bloggt, verliert man nämlich gerne auch etwas die Wirklichkeit um sich herum aus der Sicht, und muss immer aufpassen, noch im Hier und Heute zu leben. Denn die Welt im Netz ist einerseits interessant, ist aber nicht das Leben. Dennoch ist es eine gute Möglichkeit, Standpunkte zu kommentieren und so auch andere Menschen in die Gedankenentwicklung mit hinein zu nehmen, die sie sonst vielleicht gar nicht machen würden oder könnten, weil sie auf gewisse Ideen nicht von sich aus kämen.

Der Gedanke der theolounge war es, die Welt ein klein wenig besser zu gestalten. Und gerade in unseren heutigen, von populistischen Vereinfachungen bedrohten Zeit versucht sie das immer noch. Wir freuen uns, wenn Sie mit uns auf der Reise sind.

Vielleicht mögen Sie anderen davon erzählen, vielleicht mit einer E-Card, oder auf Ihre eigene Weise.

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