In Düsseldorf wollte eine Jugendkirche provokant und unkonventionell für das Lutherjahr werben. Der Spruch „hier stehe ich und kann nicht anders“ wird Luther bei seiner Gewissensentscheidung vor dem Wormser Reichstag zugeschrieben, als er sein auf dem biblischen Wort begründetes Gewissen verteidigt und ihm trotz drohender Hinrichtung treu bleibt.

Die rheinische Landeskirche stoppte jedoch diese Aufschrift auf Kondomen, nicht, weil sie etwas gegen Sexualität hätte (was man ja im evangelischen Bereicht tatsächlich nicht bemängeln kann), sondern weil Opfer sexueller Gewalt sich dadurch traumatisch rückerinnert fühlen könnten. Verständliche Denkweise.

Und ohnehin bringt dieser Spruch auf Kondomen ja nicht viel mehr als einen Lacher hervor, aber ob die Aussage irgendwie missionarisch wirken könnte, wäre ja doch etwas die Frage. Das Ganze fällt also unter die Rubrik „kann man machen, muss man nicht machen.“

Quelle: Klaus Eberl: „Kirche hat nichts gegen Sex, Kondome und Reformation“ | evangelisch.de

2 Kommentare zu „Luther-Kondome: „Hier stehe ich und kann nicht anders“

  1. „Und ohnehin bringt dieser Spruch auf Kondomen ja nicht viel mehr als einen Lacher hervor, aber ob die Aussage irgendwie missionarisch wirken könnte, wäre ja doch etwas die Frage.“
    Echt zum Schießen. An die missionarische Komponente habe ich noch gar nicht gedacht. Das wäre eine passende Ergänzung zur Missionarsstellung. Davon hätte ich dann gern den Video-Clip.

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