Das Heute-journal zeigte vorhin ein Interview mit Senator McCain auf der münchner Sicherheitskonferenz. McCain äußerte sich zu Trumps Medienhass. Donald Trump hatte kurz zuvor in einem Tweet  massiv gegen verschiedene Medien Stimmung gemacht, die er namentlich nannte, darunter die New York Times, denen er vorwarf, sie würden Lügen erfinden und könnten auch keine Quellen für ihre Berichte nennen.

Etwa im gleichen Atemzug berichtete er vor seinen Anhängern vom Podium aus über einen Anschlag oder ähnliches, der in Schweden statt gefunden haben sollte. Allerdings hatte nichts dergleichen dort stattgefunden. Die schwedischen Tageszeitungen nahmen es mit Humor und berichteten von den Ereignissen des besagten Tages, wie dass es beispielsweise eine Sturmwarnung gegeben habe. Eine Straße wurde gebaut. Ein Fahrrad fiel um. Die Sonne ging auf und wieder unter. Dramatisch.

Senator McCain in seinem Interview machte deutlich, dass Diktatoren damit anfingen, dass sie anfangs versuchten, die Medien zu diffamieren und unglaubwürdig zu machen. Wie Trump. 

Leider muss man zugeben, dass diese These so abwegig nicht ist bei einem Mann, dem im Wahlkampf keine Aussage und keine Diffamierung zu unanständig war, um sie nicht doch dafür nutzen zu können, irgendwie ins Präsidentenamt zu gelangen. Wenn aber jemand die Moral mit Füßen tritt, während er schwach ist, warum sollte er sie auf einmal ehren, wenn er stark ist? Gib jemandem Macht und du erkennst seinen wahren Charakter.

Kommentar verfassen...(Kommentare, die Links enthalten, müssen auf Freischaltung warten)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s