Man könnte nun als Protestant ein wenig hämisch grinsen und sagen, der ehemalige Mönch und spätere Theologieprofessor Martin Luther, der die Reformation einleitete und so zur Kirchenspaltung den Auslöser gab, habe es ja schon immer gewusst. Dass der Mensch nicht gern allein ist nämlich. Allerdings stimmt das wohl so auch nicht ganz, da Martin Luther ja erstmals als Mönch begonnen hatte. Als die Reformation Fahrt aufnahm und schließlich zu einer Art Selbstläufer wurde, heiratete Luther die einem Kloster entlaufene Nonne Katharina von Bora und fand auch großen Gefallen an ihr und ihrer Weiblichkeit. Fortan prägte auch die Rolle der Frau das evangelische Pfarrhaus, welches sich als offenes Haus für Gemeindemitglieder und generell für Menschen zeigte.

Anders bei den Katholiken, bei denen aus für Protestanten immer noch eher unverständlichen Gründen der Zölibat, also die verpflichtende Ehelosigkeit für Priester, herrscht. Früher, wann auch immer das gewesen sein mag, war es bei den katholischen Priestern immerhin so, dass sie zumindest mit einer Haushälterin und anderen kirchlichen Vertretern zusammen in einer Gemeinschaft lebten. Das ist dann zwar keine Ehe, wenngleich auch mit der ein oder anderen Haushälterin dann mal ein Techtelmechtel geschehen konnte, aber generell waren die katholischen Priester zumindest nicht vereinsamt. Das hat sich offenbar grundlegend geändert und heute sitzt man als ebensolcher Priester abends alleine öfters vom Fernseher, trinkt sein Bier und holt sich eine Pizza aus dem Ofen. So war das wohl nicht gedacht. Denn wie soll man so Kraft finden für die Arbeit in der Gemeinde? Vielleicht könnte in dieser Hinsicht ja auch mal ein Prozess des Umdenkens stattfinden. Folgender Artikel erläutert das etwas genauer.

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/jaschke-vereinsamung-ist-tod-des-priestertums

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